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Aachen: Gründerideen werden fast immer Realität

Aachen : Gründerideen werden fast immer Realität

Auf der Walz war er nicht - denn dazu fehlte einfach die Zeit. Mit seiner Geschäftsidee, den 1945 gegründeten Familienbetrieb für die Zukunft auf die Bereiche Holzhausbau, Sanierung und Restaurierung sowie Möbelbau neu auszurichten, hat er die Juroren überzeugt.

Der Aachener Olaf Korr, seit 2003 Geschäftsführer der Barthel Korr GmbH, ist Sieger des von den Sparkassen der Region initiierten StartUp-Wettbewerbs, Deutschlands größtem Existenzgründungswettbewerb. „Wir brauchen heute mehr denn je couragierte und ehrgeizige Menschen, die zur Stärkung der deutschen Wirtschaft beitragen”, machte Hubert Herpers, Vorstand der Sparkasse Aachen, deutlich.

Seit der Gründung im Jahre 1997 hat sich der StartUp-Wettbewerb zu einem Gütesiegel für Gründungs-Know-How entwickelt und fast 7000 Teams auf dem Weg in Selbstständigkeit begleitet. Neben Olaf Korr, dessen Geschäftsidee mit 5000 Euro belohnt wurde, dürfen sich alle neun Teilnehmer aus der Region als Sieger fühlen.

„Jeder Teilnehmer erhält ein individuelles Feedback der Juroren mit Anregungen zur Optimierung der Geschäftsidee”, so Herpers. So haben 92 Prozent der Teilnehmer auch tatsächlich ein Unternehmen gegründet bzw. dies in naher Zeit vor. Lediglich vier Prozent haben ihr Gründungsvorhaben aufgegegeben.

Auch Bernd Büttgens, stellvertretender Chefredakteur der Aachener Zeitung, die die Aktion begleitete, war von der Kreativität der Teilnehmer angetan. „In einer Zeit, in der wir ständig über Betriebsschließungen und Entlassungen berichten müssen, freut es ganz besonders, wenn Perspektiven eröffnet und neue Arbeitsplätze geschaffen werden.”

Auf Platz zwei landete das Team der in Gründung befindlichen Firma „dipac” (Digitale Patientenaufklärung in der Chirurgie) um die Mediziner Dr. Stefanie Vedecnik und Prof. Norbert Pallua vom Universitätsklinikum Aachen sowie die Architekten Hendrik Daniel und Andreas Walther, beide Absolventen der RWTH. Gemeinsam haben sie computergenerierte Informationssysteme für Ärzte und Patienten entwickelt, in denen Vorsorgemaßnahmen, Operationsabläufe und Nachsorgemaßnahmen multimedial aufbereitet werden.

Den dritten Platz belegte Dr. Wolfgang Esser-Schmittmann aus Nörvenich. Nachdem er einige Jahre im Angestelltenverhältnis Erfahrung sammeln konnte, hat er sich inzwischen auf den Vertrieb von Kohlenstoffkonzentraten für Umweltschutzanwendungen der Gas- und Wasserreinigung konzentriert. Den Scheck in Höhe von 1000 überreichte Dr. Herbert Schmidt von der Sparkasse Düren.