Bonn: Großeinsatz nach Unfall eines Gefahrguttransporters

Bonn: Großeinsatz nach Unfall eines Gefahrguttransporters

Über 14 Stunden hat die Bergung eines verunglückten Gefahrguttransporters auf der Autobahn 565 bei Bonn gedauert. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers war der mit 9000 Liter Lösungsmittel beladene Lkw am Donnerstagnachmittag umgekippt.

Zwar schien zunächst keine Flüssigkeit auszutreten, allerdings stellten die Feuerwehrleute bald einen auffallenden Geruch fest. Sie bemerkten eine defekte Anschlussöffnung an einer der beiden gefüllten Tankkammern, aus der es tropfte.

Die Autobahn war unmittelbar nach dem Unfall gesperrt und ein nahes Wohngebiet vorsorglich zum Gefahrenbereich erklärt worden.

Die Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen zu schließen und sich nicht im Freien aufzuhalten. Im Laufe der Nacht wurden die Tanks dann teilweise leer gepumpt. Anschließend konnte der Lkw aufgerichtet und geborgen werden. Am frühen Freitagmorgen wurde die Autobahn wieder freigegeben.

Insgesamt waren 170 Rettungskräfte im Einsatz. Neben der Bonner Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk (THW) waren noch Wehrleute aus Köln, Leverkusen und dem Rhein-Sieg-Kreis sowie einer Werksfeuerwehr mit den Bergungsarbeiten beschäftigt.