Susteren/Roermond: Großeinsatz im Grenzgebiet: Zwei Männer verhaftet

Susteren/Roermond: Großeinsatz im Grenzgebiet: Zwei Männer verhaftet

Bei einem großangelegten Polizeieinsatz nahe der deutschen Grenze bei Selfkant hat ein niederländisches Spezialkommando der Polizei offenbar zwei Männer festgenommen. Sprengstoffexperten untersuchten eine Scheune im Grenzort Susteren und ein abgestelltes Auto. Die Hintergründe sind noch unklar.

In der Scheune war offenbar kurz zuvor ein Feuer ausgebrochen. Wie niederländische Medien berichten, wurde das Gelände rund um das verfallene Gehöft abgeriegelt. Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort, ein Helikopter kreiste über der Ortschaft.

Einer der beiden Verhafteten musste sich nach Zeugenangaben seiner Kleidung entledigen, ehe er abgeführt wurde. Experten zur Beseitigung von Kampfmitteln benutzten einen Spezialroboter auf Raupenketten, um den Ort des Geschehens und das geparkte Auto zu untersuchen. In der Scheune wurden aber keine Explosivstoffe gefunden.

Das Grundstück liegt auf einem nur wenige Kilometer breiten Streifen niederländischen Gebietes, der im Westen bei der Maas an Belgien und im Osten an Deutschland grenzt. Die belgische Stadt Maaseik liegt wenige Kilometer weiter westlich.

Der Polizei war gegen 12 Uhr der verdächtige dunkle BMW nahe der Autobahnabfahrt Roosteren gemeldet worden. Der Wagen stand verlassen auf einem Feldweg. Etwa 40 Minuten später wurde ein Brand der Scheune in der nahegelegenen Ortschaft Baakhoven gemeldet. Einer der beiden dort Verhafteten sei vermutlich der Fahrer des BMW, berichtete das niederländische Nachrichtenportal 1Limburg.nl.

Die Autobahn A2 wurde in beide Richtungen für mehrere Stunden geschlossen. Autofahrern wurde geraten, über Deutschland zu fahren. Es kam zu langen Staus, auch auf der Autobahn 73 südlich von Roermond.

Die niederländischen Sicherheitskräfte sind seit den Attentaten von Paris in Alarmbereitschaft. Einen Zusammenhang zu Antiterroreinsätzen in Belgien und Frankreich bestätigten die niederländischen Behörden zunächst nicht.

(heck)
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