Große Unterschiede bei Grund- und Gewerbesteuer in der Region Aachen

Abgaben in den Kommunen : Große Unterschiede bei Grund- und Gewerbesteuer in der Region

Welche Kommune in der Region und NRW bietet Unternehmen die günstigste Gewerbesteuer? Und wo sind für Landwirte und für Hauseigentümer die Grundsteuersätze am höchsten? Ein NRW-weiter Spitzenreiter liegt im Kreis Düren.

Bei der Grund- und Gewerbesteuer gibt es nach wie vor riesige Unterschiede zwischen den 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Nach einem am Mittwoch vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Überblick schwankte die Spanne der Hebesätze bei der Gewerbesteuer 2018 zwischen 250 Prozent in Monheim im Kreis Mettmann und 580 Prozent in Oberhausen. Mit einer Gewerbesteuer von 411 Prozent in Wassenberg bis 550 Prozent in Inden, Nörvenich und Heimbach liegt die Region im Mittelfeld.

Die Grundsteuer A für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft variierte zwischen 130 Prozent in Verl im Kreis Gütersloh und 825 Prozent in Hürtgenwald, der Spitzenreiter in NRW. Aber auch Heimbach mit 700 Prozent und Inden mit 550 Prozent liegen noch oberhalb des NRW-Durchschnitts.

Den geringsten Hebesatz bei der Grundsteuer B, die für die meisten anderen Grundstücke gilt, hatte mit 230 Prozent ebenfalls Verl, den höchsten mit 959 Prozent Bergneustadt im Oberbergischen Kreis. Nur knapp dahinter auf Platz zwei liegt Hürtgenwald mit 950 Prozent, gefolgt von Nörvenich mit 910 und Aldenhoven mit 880 Prozent. Wieder am günstigsten in der Region ist es in Wassenberg: Hier beträgt der Hebesatz nur 413 Prozent.

Mit der Festlegung der sogenannte Hebesätzen können die Gemeinden in Deutschland die Höhe der ihnen zustehenden Gemeindesteuern beeinflussen. Je höher der Hebesatz, desto stärker wird der Steuerzahler zur Kasse gebeten. Die Hebesätze aller 11.055 deutschen Kommunen für das Jahr 2018 sind in einer aktuellen Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder im Internet abrufbar.

(jas/dpa)
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