Mönchengladbach: Große Resonanz auf Polizei-Ermittlungen in Pflegeheimen

Mönchengladbach: Große Resonanz auf Polizei-Ermittlungen in Pflegeheimen

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft in zwei Altenheimen im Raum Mönchengladbach wegen des Verdachts erheblicher Pflegemängel sind auf große öffentliche Resonanz gestoßen.

„Wir haben etliche Hinweise erhalten”, sagte ein Polizeisprecher auf ddp-Anfrage.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Senioreneinrichtungen durchsuchen lassen. Gleichzeitig hatten die Ermittler Heimbewohner, deren Angehörige sowie aktive und ehemalige Angestellte der Einrichtungen aufgefordert, ihre Eindrücke zu schildern.

Mitte Juni hatte sich eine Frau wegen des Todes ihres 85-jährigen Vaters an die Ermittler gewandt. Der an Demenz leidende Mann war für eine Woche in einem der Heime untergebracht worden. Dort habe er an massivem Flüssigkeitsmangel gelitten, so dass seine Einlieferung in ein Krankenhaus erforderlich wurde, wo der Senior dann starb. Auch in einem anderen Fall war das Heim wegen eines mutmaßlichen Pflegefehlers angezeigt worden.

In einem anderen Heim desselben Trägers verschlechterte sich der Zustand einer Bewohnerin lebensbedrohlich, nachdem offenbar eine Verletzung nicht ordnungsgemäß versorgt worden war.

Die Staatsanwaltschaft stellte Pflege- und Krankenakten sicher. Ihre Auswertung wird nach Angaben des Polizeisprechers noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Auch der Träger der Pflegeheime hatte wegen der öffentlichen Kritik an seinen Häusern die Staatsanwaltschaft um eine strafrechtliche Prüfung der Vorwürfe gebeten.