Maastricht: Großbrände in Limburger Häfen: Verdächtiger verhaftet

Maastricht: Großbrände in Limburger Häfen: Verdächtiger verhaftet

Einen möglichen Serien-Brandstifter hat die niederländische Polizei am Dienstag bei einer Hausdurchsuchung festgenommen. Er soll unter anderem für den Großbrand im Yachthafen von Roermond verantwortlich sein, der Millionenschäden verursachte und Teile der Innenstadt mit Asbest belastete.

Der Mann werde in Verbindung gebracht mit insgesamt vier Feuern im vergangenen Winter in Limburger Häfen, wie die Polizei in Maastricht bestätigte.

Der Brand im Hafen von Roermond hatte die dramatischsten Folgen: Das Feuer zerstörte zwei große Hallen mit eingelagerten Booten. Dabei wurden viele Yachten zerstört, freigesetzter Asbest verteilte sich in weiten Teilen des Stadtgebietes. Eine mehrtägige Sperrung der Innenstadt, eine aufwändige Beseitigungsaktion und ein Millionenschaden waren die Folge.

Im Januar 2015 schließlich verbrannten noch einmal 14 Hausboote in Wessem. Bei einem weiteren kleineren Brand in Deer wurden vier Boote zerstört, in Ohe en Laak brannte ein Hausboot ab und zwei weitere wurden beschädigt.

Die Ermittler hatten in den vergangenen Monaten die Suche nach dem Täter immer weiter vorangetrieben. Bei der Wohnungsdurchsuchung am Dienstag konnte nun ein erster Verdächtiger festgenommen werden. Es besteht der Verdacht, dass der Täter an weiteren Brandstiftungen beteiligt war. Ob er alleine oder zusammen mit anderen handelte, ist derzeit noch nicht bekannt.

(red)