Roermond/Wessem: Großbrände in Jachthäfen: Eigentümer verhaftet

Roermond/Wessem : Großbrände in Jachthäfen: Eigentümer verhaftet

Der nach einer Serie von Bränden in Häfen der niederländischen Provinz Limburg seit Monaten gesuchte Mitinhaber des Jachthafens von Wessem ist in Polizeigewahrsam. Wie am Dienstag bekannt wurde, hat sich der 56-Jährige selbst gestellt.

Nach ihm war seit August gefahndet worden. Sein Anwalt hatte verkündet, der 56-Jährige sei beruflich im Ausland und werde anschließend Urlaub machen. Der ist nun offenbar endlich vorbei: Die Staatsanwaltschaft erklärte am Dienstag, der Mann habe sich am Montag bei der Polizei gemeldet. Er soll in den kommenden Tagen verhört werden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass er zusammen mit drei anderen Verdächtigen die Brände gelegt hatte, um Schadenersatz von der Versicherung zu kassieren. Seine Komplizen habe er für ihre Mithilfe bezahlt.

Die drei mutmaßlichen Mittäter waren bereits verhaftet worden. Zwei von ihnen sitzen nach einem Bericht des Nachrichtenportals 1Limburg.nl wie vor in Haft, der dritte ist auf freiem Fuß.

Bei den vier Bränden rund um den Jahreswechsel 2014/15 in den Häfen in Roermond, Wessem, Herten und Ohé en Laak war Millionenschaden enttanden. Das Feuer in Roermond hatte besonders dramatische Folgen: Zwei große Bootshäuser wurden zerstört, wobei freigesetzter giftiger Asbest sich in weiten Teilen des Stadtgebietes verteilte. Die Folge waren eine mehrtägige Sperrung der Innenstadt, eine aufwändige Reinigungsaktion und ein Millionenschaden für viele Ladenbesitzer und Unternehmer im Vorweihnachtsgeschäft.

Im Januar 2015 verbrannten dann beim Feuer in Wessem noch einmal 14 Boote. Zudem gab es zwei weitere kleinere Brände in den Ortschaften Herten und Ohé en Laak.

(heck/anca)