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Luftverschmutzung durch Dieselabgase: Grenzwerte trotz gesunkener NO2-Belastung vielerorts überschritten

Luftverschmutzung durch Dieselabgase : Grenzwerte trotz gesunkener NO2-Belastung vielerorts überschritten

Die Messwerte für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid (NO2) sind im vergangenen Jahr gesunken. Die Luftverschmutzung durch Dieselabgase war in einigen Städten in NRW allerdings höher als erlaubt.

Die Luftverschmutzung durch Dieselabgase war auch im vergangenen Jahr in einer Reihe nordrhein-westfälischer Städte höher als erlaubt. Insgesamt sind die Messwerte für gesundheitsschädliches Stickstoffdioxid (NO2) aber gesunken, wie aus ersten Daten des Umweltbundesamtes (UBA) für 2019 hervorgeht, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Danach liegen 7 der 19 deutschen Städte mit Grenzwertüberschreitungen in NRW. Bislang wurden allerdings nur Stationen mit automatischer Messtechnik ausgewertet. Für 17 weitere NRW-Städte, in denen 2018 der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten worden war, sollen die Laborauswertungen erst im Mai vorliegen.

Der Stickstoffdioxid-Grenzwert wurde demnach 2019 in Düsseldorf, Dortmund, Hagen, Köln, Oberhausen, Wuppertal und Gelsenkirchen überschritten. In Leverkusen sank er dagegen unter die Schwelle von 40 Mikrogramm. Der höchste Wert in NRW wurde in Düsseldorf mit einem Jahresmittelwert von 45 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft festgestellt. Den größten Rückgang gab es den UBA-Zahlen zufolge an der Messstelle Clevischer Ring in Köln, wo der Messwert von 59 auf 44 Mikrogramm zurückging. Zu hohe NO2-Werte sind der Grund für Fahrverbote für ältere Diesel, denn Dieselautos sind in Städten für einen großen Teil der Belastung verantwortlich.

„Die Luftqualität in 2019 hat sich verbessert“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) bei der Vorstellung der Bundeszahlen in Berlin. Gründe für den Rückgang sind den UBA-Experten zufolge unter anderem Tempolimits, Fahrverbote oder umweltfreundlichere Busse, aber auch Updates der Software für die Abgasreinigung, der Austausch älterer Autos durch neuere und das Wetter. Beim Feinstaub gab es 2019 erstmals keine Überschreitungen des derzeit geltenden Grenzwertes.

Nach Angaben des NRW-Landesumweltamts LANUV zeigen erste Auswertungen an 55 von 59 automatisierten der LANUV-Messstellen eine Abnahme der Belastung von bis zu 15 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft.

(dpa)