Düsseldorf: Gifte in NRW-Außenluft reduziert: Trotzdem weiterhin zu viel PCB

Düsseldorf : Gifte in NRW-Außenluft reduziert: Trotzdem weiterhin zu viel PCB

Das Umweltgift PCB ist weiter das größte Problem bei der Luftqualität in Nordrhein-Westfalen.

Während die Belastung der Luft mit Dioxin und Furan in den vergangenen deutlich gesunken ist, sind die PCB-Werte nahezu unverändert, teilte das Landesumweltamt (Lanuv) am Montag mit. PCB-Verbindungen seien langlebig und würden in der Umwelt kaum abgebaut, heißt es im Messbericht für das Jahr 2015.

Zu hoch ist nach Angaben des Lanuv die Belastung der Böden mit dem Schwermetall Nickel. An mehr als jedem zweiten Messpunkt in der Nähe von Industrieanlagen und Häfen sei die Nickelbelastung zu hoch gewesen. Nickel wird bei der Herstellung von Edelstahl verwendet.

Im Duisburger Hafen sei wegen der Konzentration der Schwerindustrie und zahlreicher metallverarbeitender Betriebe beinahe die Hälfte aller Nickel-Überschreitungen festgestellt worden.

Im Gegensatz zu Feinstaub können nach Angaben des Lanuv grobe Stäube mit Nickel nicht in die Lungen gelangen. Eine Überschreitung der Immissionswerte für Staubniederschläge bedeute deshalb nicht unmittelbar, dass schädliche Umwelteinwirkungen auf Menschen vorlägen. Durch gesonderte Untersuchungen werde im Einzelfall geklärt, ob es durch langjährig überhöhte Einträge zu bedenklichen Anreicherungen in Böden oder Pflanzen gekommen ist.

(dpa)
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