1. Region

Kriminalitätsbekämpfung: Gewerkschaft fordert mehr Stellen für die Kriminalpolizei

Kriminalitätsbekämpfung : Gewerkschaft fordert mehr Stellen für die Kriminalpolizei

Die Gewerkschaft der Polizei drängt auf mehr Stellen für die nordrhein-westfälische Kriminalpolizei. Andernfalls werde die Kripo künftig nur noch einen Teil der Straftaten verfolgen können.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert mehr Stellen für die nordrhein-westfälische Kriminalpolizei. Andernfalls werde die Kripo in NRW in Zukunft nur noch einen Teil der Straftaten verfolgen können, warnte die Gewerkschaft GdP am Donnerstag in Düsseldorf. Auch die Fortbildung und die technische Ausstattung müssten verbessert werden.

Die GdP veröffentlichte ein 28-seitiges Positionspapier zur Zukunft der Kriminalitätsbekämpfung. Die Probleme bei der Kripo seien seit langem bekannt. Sie würden sich sogar noch verschärfen, weil immer mehr erfahrene Ermittler in Ruhestand gehen, berichtete GdP-Vize-Landeschef Michael Maatz. Der Landesregierung fehle bislang ein überzeugendes Konzept, wie die Arbeit der Kripo zukunftsfest gemacht werden könne.

Weil sich die Zahl der Polizisten wegen der langen Ausbildungszeit kurzfristig nicht vermehren lasse, sollten externe Fachleute wie IT-Experten eingestellt werden, um die Ermittler zu entlasten, schlägt die Gewerkschaft vor.

Auch bei der Fortbildung der Kriminalbeamten sieht die GdP Nachholbedarf. Die Arbeit sei hoch spezialisiert. Trotzdem müssten Polizisten oft jahrelang warten, bis sie einen Fortbildungsplatz für ihr Spezialgebiet bekämen.

(dpa)