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Neue Niederschläge am Wochenende: Gewässer können Regen aufnehmen

Neue Niederschläge am Wochenende : Gewässer können Regen aufnehmen

Der Deutsche Wetterdienst hat für das Wochenende neue Niederschläge vorhergesagt. Nach Einschätzung von Experten werden die Gewässer in der Region damit fertig.

So hat der Wasserverband Eifel-Rur durch eine erhöhte Wasserabgabe in seinen Talsperren Platz für den zusätzlich erwarteten Regen geschaffen. Die Niederschläge können dadurch voraussichtlich vollständig aufgenommen werden, teilte die Städteregion Aachen am Freitag mit.

In enger Abstimmung mit den Krisenstäben wurden zudem alle Fließgewässer auf Ihren Zustand hin untersucht. Um einen ungestörten Abfluss des Regenwassers gewährleisten zu können, wurden in den vergangenen Tagen tonnenweise Treibgut, Bäume, Wohnwagen und andere Fahrzeuge aus den Flüssen und Bächen entfernt.

Durch das zurückliegende Extremhochwasser ist es allerdings streckenweise zu Beschädigungen des Ufers und des Gewässerbetts gekommen. Dies gilt besonders für Inde und Vicht. Durch erhöhte Pegelstände könnte es vereinzelt zu weiteren Schäden kommen. Allerdings ist bei beiden Gewässern ein starker Rückgang der Pegelstände in Richtung Normalität zu beobachten. Deshalb werden keine weiteren Überflutungen erwartet. Da jedoch örtlich Starkregenereignisse möglich seien, könne es in einzelnen Häusern erneut zu Wassereinbrüchen in Kellern kommen, so die Städteregion.

Die Feuerwehr erinnert daran, in einem solchen Fall unbedingt elektrische Geräte oder sogar den Strom komplett abzuschalten und sich nicht in Kellern oder Tiefgaragen aufzuhalten. Bei mehr als 30 Zentimetern Wasserhöhe sollte grundsätzlich die Feuerwehr gerufen werden.

Nordrhein-Westfalen rüstet sich unterdessen für mögliche neue Starkregenfälle am Wochenende. Per Erlass des NRW-Innenministeriums würden die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei nochmals besonders für die Wetterlage sensibilisiert, teilte ein Ministeriumssprecher  in Düsseldorf mit. „Die Arbeit in den Krisenstäben der Städte und Kreise wird auch am Wochenende fortgesetzt, um die Lage vor Ort zu koordinieren. Gleiches gilt für die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs im Innenministerium.“

Die Behörden seien gebeten, die lokale Wetterentwicklung aufmerksam zu beobachten, um passgenau auf mögliche Gefahren reagieren zu können. „Wir haben auch die Kommunen und Kreise der bereits betroffenen Gebiete gebeten, die Wetterlage im Blick zu behalten und besonders wachsam zu sein.“

Nach dem Unwetter vor einer Woche waren von vielen Seiten mangelhafte Kommunikation und zu späte Warnungen an die Bevölkerung kritisiert worden.

Der Deutsche Wetterdienst rechnet für Samstag in den Hochwasser-Katastrophengebieten erneut mit Gewittern. Allerdings bleibe die Regenmenge wohl meist unterhalb der Warnschwelle, wie der DWD am Freitag in Offenbach berichtete. Für präzisere Aussagen über betroffene Orte und die Intensität der Niederschläge sei es noch zu früh.

(red/dpa)