Düsseldorf: Getreideernte in NRW: Große regionale Unterschiede

Düsseldorf: Getreideernte in NRW: Große regionale Unterschiede

Trotz der Trockenheit im Frühjahr und des starken Regens im Sommer hat die Getreideernte in NRW in diesem Jahr ungefähr das Niveau des Vorjahres erreicht.

Insgesamt ernteten die Landwirte 3,74 Millionen Tonnen Getreide, wie das Landwirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte. Das seien lediglich 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr, allerdings liege das Ergebnis um 9,3 Prozent unter dem sechsjährigen Mittel. Dieser Rückgang sei jedoch auch auf die um 14.000 Hektar zurückgegangene Getreidefläche zurückzuführen.

Außerdem hätten die Wetterkapriolen für große regionale Unterschiede bei der Ernte gesorgt. So habe sich vor allem in den Höhenlagen des Rheinlandes und in Südwestfalen die Ernte durch Regenunterbrechungen lange hingezogen. Das habe teilweise zu deutlichen Ertrags- und Qualitätseinbußen geführt.

Beim Weizen allerdings lag der Hektarertrag mit 7,89 Tonnen sogar um 1,4 Prozent höher als im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Die Gesamternte in NRW betrug 2,24 Millionen Tonnen (plus 0,5 Prozent). Größte Einbußen gab es bei der Gerste. Hier lag der Flächenertrag bei 6,22 Tonnen pro Hektar. Das waren 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Gesamternte ging mit rund einer Million Tonnen Gerste sogar um 12,3 Prozent zurück.

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