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Aachen: Geschichtspreis: Auch Historien-Comic könnte Erfolg versprechen

Aachen : Geschichtspreis: Auch Historien-Comic könnte Erfolg versprechen

Ob Römer oder Karolinger, Tuchmacher oder Nadelfabrikanten, Schokolade, Papier oder Kabelproduktion - die Region Aachen mit der Städteregion, den Kreisen Düren, Heinsberg sowie dem Kreis Euskirchen und den Grenzregionen sind eine Fundgrube für bisher nicht erzählte, erforschte und beschriebene Regionalhistorie.

Das kann sich bald mit dem seit drei Jahren auf die Stadt Aachen begrenzten und nun neu ausgelobten Preis ändern, der jetzt den Namen „Helmut A. Crous Geschichtspreis der Region Aachen“ trägt. Die Region Aachen hat in Kooperation mit der AKV-Sammlung Crous und dem Historischen Institut der RWTH für eine fachlich begleitete Themenerweiterung gesorgt, wobei jedermann mitmachen kann. „Wir unterscheiden in der Bewertung, ob ein Historiker etwas einreicht, ein kundiger Laie oder eine Schulklasse“, sagt Frank Pohle, Juniorprofessor für Geschichte und Kultur der Region Maas-Rhein.

Zusammen mit Armin Heinen, dem geschäftsführenden Direktor des Historischen Instituts der RWTH, Marcell Perse, Leiter des Museums Zitadelle in Jülich, und Detlef Stender, Leiter des LVR-Industriemuseums Tuchfabrik Müller in Euskirchen sitzt er in der Jury. Zugelassen sind alle Formen der Umsetzung, ob Text, Video oder Kunstwerk bis hin zum Historien-Comic. „Auch die neuere Geschichte ist für uns interessant, es fehlen da noch Forschungen zur Region“, sagt Manfred Bausch, stellvertretender Geschäftsführer Region Aachen. Die noch wenig thematisierte Bergbaugeschichte lasse sich zum Beispiel bestens mit den bis heute aktuellen Fragen zur Migration verbinden. Preiswürdig sind zudem Einzelschicksale, Lebensbilder von Frauen oder Familien der unterschiedlichen Epochen.

„Wir wollen das Bewusstsein für die Brauchtumspflege wach halten, der wir verpflichtet sind“, umschreiben AKV-Präsident Werner Pfeil und Dieter Bischoff, Geschäftsführer der Sammlung Crous, ihren Ansatz. Die Forschungsergebnisse sollen eine öffentlich zugängliche Bibliothek und Datensammlung wachsen lassen, die die Sammlung Crous mit über 5000 Grafiken, Fotos, Zeitschriften und Dokumenten zur Geschichte der Stadt Aachen, der Region und der Euregio Maas-Rhein sinnvoll ergänzt