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Weichenstellung: Gericht verhandelt getrennt gegen mutmaßliche Rizin-Bombenbauer

Weichenstellung : Gericht verhandelt getrennt gegen mutmaßliche Rizin-Bombenbauer

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht verhandelt getrennt gegen die beiden mutmaßlichen Rizin-Bombenbauer von Köln weiter. Der Senat lehnte es am Donnerstag ab, die Verfahren wieder zu verbinden.

In der vergangenen Woche war es zu einem Eklat gekommen, als die Verteidiger der 44-jährigen Angeklagten die Verhandlung auf eigene Faust vorzeitig verlassen hatten. Daraufhin hatte der Strafsenat das Verfahren gegen die Frau abgetrennt.

Die 44-Jährige kündigte am Donnerstag eine 140 Seiten starke Einlassung an. Ihr Verfahren wurde aber auf den 1. April vertagt. Nun wird gegen ihren Ehemann weiter verhandelt. Gegen ihn könnte nun sehr bald ein Urteil ergehen. Am Donnerstag sollten die Plädoyers gehalten werden.

Das Ehepaar soll gemeinsam einen islamistischen Anschlag geplant und arbeitsteilig an der Bombe gebaut haben. Dem 31-jährigen Tunesier und seiner deutschen Frau wird seit Juni 2019 am Oberlandesgericht Düsseldorf der Prozess gemacht.

Das Paar hatte laut Bundesanwaltschaft begonnen, hochgiftiges Rizin aus Tausenden Rizinus-Samen zu gewinnen. Das Gift sollte demnach mit einem Sprengsatz in einer Menschenmenge verteilt werden. Es wäre der erste Terroranschlag mit einer sogenannten ABC-Waffe in Deutschland gewesen.

(dpa)