Aachen: Generalvikar stellt sich jetzt allen Fragen

Aachen: Generalvikar stellt sich jetzt allen Fragen

Fragen, Fakten, Hintergründe und eine kritische Debatte mit Journalisten und dem Publikum zur Zukunft der Kirche im Bistum Aachen: Diese besondere Premiere geht am Dienstag, 12. April, im Zeitungsverlag Aachen über die Bühne.

Und jeder Interessierte kann sich vor Ort beteiligen. Zum ersten Mal stellen sich Generalvikar Manfred von Holtum, sein Stellvertreter Rolf-Peter Cremer und Finanzdirektor Joachim Eich im ZVA-Verlagsgebäude an der Dresdener Straße 3 der Öffentlichkeit bei einem Forum unserer Zeitung.

Bischof Heinrich Mussinghoff hatte vor zwei Wochen mit Dankesbriefen an alle 640.000 katholischen Haushalte des Bistums Aachen eine Informationsoffensive zum Thema Kirchensteuer eingeleitet. Daran knüpft unser Forum an. „Die Resonanz auf diese Dankaktion des Bischofs ist durchaus beeindruckend. Wir haben über 1600 Rückmeldungen erhalten”, erläutert Bistumssprecher Franz Kretschmann. Allein 1100 Postkarten seien im Generalvikariat gelandet. „Viele Katholiken haben weitere Informationen über die präzise Aufteilung der Kirchensteuer angefordert. Wir sind gerade dabei, die entsprechenden Broschüren auf den Weg zu bringen.”

Hunderte Anrufe erreichten die eigens eingerichtete Hotline der Diözese. Es gab Lob, ­ aber auch viel Kritik. Fast 400.000 Euro hatte die Diözese in die Briefaktion investiert. „Nicht alle brachten Verständnis dafür auf, dass wir diesen Weg gewählt haben, um den Gläubigen für die Zahlung der Kirchensteuern zu danken und um über deren Verwendung aufzuklären, so dass die Bindung zur Kirche auf ein solideres Fundament gestellt werden kann”, erklärt Franz Kretschmann.

Viele Katholiken haben nun die Chance, ihre Bedenken und Fragen -­ und natürlich auch Zustimmung -­ in einem öffentlichen Forum zu formulieren. Der radikale Sparkurs und der Generalumbau des Bistums sorgen seit Jahren für Unruhe. Der Streit um die Zentralisierung der Pfarrverwaltungen, um sinkende Schlüsselzuweisungen an vielfach zwangsfusionierte Pfarren, der dramatische Priestermangel, der Rückgang der Kirchensteuermittel und deren künftige Aufteilung - all das soll konstruktiv diskutiert werden, um den Kurs des Aachener Bistums mitzugestalten. „Wir haben bei der Analyse der Anrufe und Schreiben wie erwartet erfahren, dass erheblicher Gesprächsbedarf besteht. Dem wollen wir nun konsequent nachkommen”, sagt der Bistumssprecher.

Wer bei der Premiere des Forums „Die Zukunft der Kirche” im Zeitungsverlag Aachen, Dresdener Straße 3, 52068 Aachen, dabei sein will, wird gebeten, sich anzumelden: Dies ist telefonisch von 9 bis 17 Uhr unter Telefon 0241/5101310 und via E-Mail per chefredaktion@zeitungsverlag-aachen.de möglich. Das Forum wird von unserem Chefredakteur Bernd Mathieu und Redakteur Robert Esser moderiert.

Das Forum beginnt am 12. April um 19.30 Uhr.