Sittard-Geleen/Heerlen: Geldwäsche: Polizeirazzia gegen Moschee-Umfeld

Sittard-Geleen/Heerlen: Geldwäsche: Polizeirazzia gegen Moschee-Umfeld

Einsatzkräfte der niederländischen Polizei, Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft sind seit Dienstagmorgen bei Razzien an mehreren Orten in der Provinz Limburg gegen zwei Stiftungen vorgegangen. Sie gehören zum als radikal geltenden Umfeld einer Moschee im etwa 30 Kilometer von Aachen entfernten Geleen.

Wie das niederländische Nachrichtenportal 1limburg.nl berichtet, wurden Wohn- und Geschäftsräume in Geleen, Beek, Stein und Heerlen durchsucht. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, man habe Hinweise auf verdächtige Transaktionen im Zusammenhang mit den Stiftungen erhalten und gehe nun dem Verdacht der Geldwäsche nach. Dabei werde auch die mögliche Finanzierung von Dschihadisten geprüft.

In einer gemeinsamen Aktion von Polizei, Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft wurden mehrere Wohn- und Geschäftsräume in Limburg durchsucht. Foto: Jungmann

Die Al-Houda-Moschee war bereits in der jüngeren Vergangenheit in die Schlagzeilen geraten: Vor einem Jahr hatte sich Sjraar Cox, Bürgermeister von Sittard-Geleen, mit Sorge über den finanziellen Hintergrund des Gebetshauses gezeigt, das nach seiner Fertigstellung in Rekordzeit abbezahlt worden war.

In einer gemeinsamen Aktion von Polizei, Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft wurden mehrere Wohn- und Geschäftsräume in Limburg durchsucht. Foto: Jungmann

Im April 2016 stand die Moschee erneut im Fokus, als sich nach Streitigkeiten unter Gläubigen eine gemäßigte Gruppe von der Moschee lossagte. 1limburg berichtet auch von einer möglichen Verbindung zu einer Gruppe islamistischer Extremisten in Den Haag.

(mvb)
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