Aachen: Geldautomaten gesprengt: Täter bald vor Gericht

Aachen: Geldautomaten gesprengt: Täter bald vor Gericht

Vor dem Aachener Landgericht beginnt in Kürze der Prozess gegen eine Bande von Geldautomaten-Knackern, deren Raubzüge monatelang die Region Aachen in Atem gehalten hatten.

Die aus Südosteuropa stammenden Männer hatten nachts Bankfilialen oder Supermärkte heimgesucht und die Objekte des Begehrens entweder in professioneller Weise gesprengt oder aufgeflext, wobei naturgemäß größerer Lärm entstand.

Dabei störte es sie auch nicht, dass die Tatorte teilweise an Hauptverkehrsstraßen lagen und die Anwohner geweckt wurden. Gefasst wurden sie schließlich auf frischer Tat im Sommer, nach einer aufwendigen Jagd der Polizei, die monatelange Observationen und verdeckte Ermittlungen umfasste.

Wegen der auffälligen Vorgehensweise nahmen die Aachener Ermittler schnell Kontakt mit dem Landeskriminalamt auf und wurden als zentrale Ermittlungsbehörde in Nordrhein-Westfalen eingesetzt. Ziele waren unter anderem eine Sparkassenfiliale an der Aachener Goethestraße, im Februar war ein Geldautomat in einem Jülicher Verbrauchermarkt mit einer Schleifmaschine geknackt worden, im November 2008 waren die Täter in einem Supermarkt an der Aachener Vaalser Straße erfolgreich.

Aufgeklärt wurden durch die Aachener Kripo insgesamt 26 Fälle, die zum Teil im gesamten Bundesgebiet verübt wurden. Vier Männer sind die Hauptangeklagten, andere sollen in wechselnder Beteiligung an den Überfällen beteiligt gewesen sein.

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