Region: Geldautomaten der Sparkassen stundenlang lahmgelegt

Region: Geldautomaten der Sparkassen stundenlang lahmgelegt

Kein Geld am Automaten, keine Informationen an den SB-Terminals: Stundenlang mussten Kunden von Sparkassen in mehreren Bundesländern am Freitag auf Abhebungen verzichten. Auch im Raum Aachen, Düren und Heinsberg streikten die Automaten. Am frühen Nachmittag hieß es schließlich: Die Systeme laufen wieder.

Wegen einer technischen Störung konnten Sparkassen-Kunden am Freitag stundenlang kein Bargeld an den Automaten des Kreditinstituts anheben. Betroffen waren tausende Geldautomaten, Kontoauszugsdrucker und Service-Terminals im Rheinland, in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Bremen und dem Saarland — darunter die 229 Geldautomaten der Sparkasse Aachen.

So wie hier in Aachen standen zahlreiche Sparkassenkunden am Freitag vor streikenden Geldautomaten. Foto: Michael Jaspers

Dort war der Fehler früh morgens, noch bevor sich die Türen der Filialen öffneten, aufgefallen. Die Ursache lag bei einem Dienstleister der betroffenen Sparkassen: der Finanz Informatik (FI) aus Frankfurt, die die Fehlerquelle für die „recht flächendeckende Netzwerkstörung“, wie es von FI-Seiten hieß, in einem Rechenzentrum nahe Stuttgart ausmachte. Die FI betreibt bundesweit rund 25.000 Automaten für die Sparkassen.

Erst kurz nach 14 Uhr konnten die betroffenen Sparkassen melden, dass der Fehler behoben wurde und sämtliche betroffenen Systeme und damit die Geldautomaten fehlerfrei laufen. Bis dahin mögen die Schalterhallen etwas voller als einem normalen Freitag gewesen sein, denn Geld konnte eben nur noch an den Schaltern abgehoben werden — oder gegen Gebühr an Automaten der Konkurrenz. Der Betrieb sei aber letztlich zu schultern gewesen, hieß es vielerorts.

In einer Filiale der Sparkasse Aachen nahmen die Beschäftigten den Defekt gelassen. Zwar herrscht besonders an der Kasse, wo man Bares auch in höheren Summen abheben kann, vermehrter Andrang, doch die meisten Kunden zeigten großes Verständnis, berichtet eine Kassiererin. Doch auch sie ist nicht begeistert über die Schilder „Vorübergehend außer Betrieb“ an den Geldautomaten, Kontenauszugdruckern und Service-Terminals: „Es ist ärgerlich, die Technik ist Fluch und Segen zugleich.“

Achim Plaum, Sprecher der Sparkasse Aachen, stellte letztlich fest: „Ein technisches Problem in dieser Größenordnung hat es lange nicht gegeben. Das ist eine absolute Ausnahme.“ Und an die Kunden gerichtet fügt er hinzu: „Wir bedanken uns das besonnene Verhalten.“

Nicht betroffen von der technischen Störung waren das Online-Banking und Kartenzahlungen in Geschäften.

(tka/hau)
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