Gelbwesten blockieren Lastwagen in Lichtenbusch und auf der E25

Brennende Barrikaden und Rauchbomben: Gelbwesten an der Grenze bei Lichtenbusch und Eijsden

Aktivisten der belgischen Gelbwestenbewegung haben in der Nacht zu Donnerstag an den Grenzübergängen Lichtenbusch und Eijsden Lastwagen blockiert. Die Demonstranten zündeten Holzpaletten an und warfen Rauchbomben.

Wie die belgische Polizei berichtet, versammelten sich rund zehn Gelbwesten gegen 21.20 Uhr auf dem Autobahnrastplatz am deutsch-belgischen Grenzübergang Lichtenbusch bei Aachen. Die Lastwagen sollen nach Angaben der Beamten „für kurze Zeit“ aufgehalten worden sein. Brennende Paletten wurden von hinzugezogenen Einsatzkräften gelöscht. Die Aktivisten verhielten sich „weitgehend friedlich“, heißt es in einem Bericht.

Gegen kurz vor 3 Uhr in der Nacht wurde die belgische Polizei erneut gerufen. Etwa 20 bis 30 Gelbwesten sollen sich nun auf der Autobahn in Richtung Brüssel befunden haben. Sie hätten Rauchbomben gezündet und ein Feuer entfacht, heißt es. „Des Weiteren sollen sie Luftballons, die mit Farbe gefüllt waren, auf Lkw geworfen haben“, teilt die Polizei mit. Beim Eintreffen der Beamten ergriffen die Aktivisten die Flucht. Die Feuerwehr löschte den Brand auf der Autobahn.

Demonstrationen auch an Grenze zwischen Belgien und den Niederlanden

Auch an der Grenze zwischen Belgien und den Niederlanden bei Eijsden haben die Demonstranten in den gelben Westen erneut die Autobahn E25 blockiert. Am Mittwochabend sperrten sie den Lastwagenverkehr in Richtung Maastricht.

Wie das Nachrichtenportal „1Limburg“ berichtet, blockierten die Gelbwesten ab 20.30 Uhr im Grenzgebiet bei Visé die Fahrbahn in Richtung Niederlande. Zeugen zufolge soll es sich um rund 50 Demonstranten gehandelt haben, die Lastwagen am Weiterfahren hinderten. Autos hätten die Blockade passieren können, heißt es.

Gegen 21.30 soll auch der Güterverkehr aus den Niederlanden von den Gelbwesten aufgehalten worden sein, berichtet das Nachrichtenportal weiter. Mit Feuerwerkskörpern und Barrikaden aus Holz, die sie teilweise in Brand gesetzt haben, sperrten die Aktivisten die Fahrbahn.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und löste die Demonstration noch in der Nacht nach erfolglosen Gesprächen unter Einsatz von einem Wasserwerfer auf.

Bereits in der vergangenen Woche hatten Gelbwesten an derselben Stelle demonstriert. Sechs Menschen wurden dabei festgenommen.

Die Gelbwestenbewegung hat ihren Ursprung in Frankreich. Sie protestieren vor allem gegen zu hohe Kraftstoffpreise und ursprünglich gegen die französische Regierung. Die Gelbwesten setzen sich mittlerweile außerdem für die Senkung von Steuern, die Anhebung des Mindestlohnes sowie höhere Renten ein.

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(red)