Krefeld: Geiselnehmer von Ratingen verurteilt

Krefeld: Geiselnehmer von Ratingen verurteilt

Für eine mörderische Messerattacke auf seine Ehefrau und die Mutter seiner Kinder ist ein 36-Jähriger am Montag in Krefeld zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.

Er hatte der Frau auf einem Parkplatz in Willich aufgelauert und ihr mehrfach ein Messer in den Hals gerammt. Das Landgericht in Krefeld wertete die Tat als versuchten Mord. Die Ehefrau war bei der Attacke lebensgefährlich verletzt worden und wäre beinahe verblutet.

Bereits vor der Tat hatte der Mann die Türkin mehrfach übel zugerichtet und versucht, sie zu isolieren. Die Frau hatte jedoch begonnen, sich zu wehren: Sie schaltete einen Anwalt ein, forderte Unterhalt und ließ ihrem gewalttätigen Gatten Hausverbot erteilen.

Eines seiner Kinder musste die Bluttat mit ansehen. Bei der Ehefrau handelt es sich um die Cousine des Verurteilten. Die Hochzeit war von der Familie arrangiert worden. Der streng muslimisch erzogene Verurteilte war nach islamischem Recht zwischenzeitlich mit einer anderen Frau verheiratet, die sich im Laufe des Strafprozesses aber von ihm lossagte.

Vier Mitangeklagte, die den Verdächtigen nach der Bluttat versteckt und versorgt hatten, waren wegen Strafvereitelung bereits zu Geldstrafen zwischen 900 und 3600 Euro verurteilt worden.

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