„Escape Room“ im WZL: Futuristische Hightech-Werkbank

„Escape Room“ im WZL: Futuristische Hightech-Werkbank

Wer wissen will, wie die Arbeitswelt der Zukunft aussehen könnte, muss dazu keine Zeitreisen unternehmen – es reicht ein Ausflug in den Aachener Nordosten. Dort entsteht in der Metzgerstraße 10 mit dem „Escape Room“ des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH gerade eine futuristische Hightech-Werkbank.

Nach dem bekannten Konzept können sich dort kleine Gruppen in einen Raum einschließen lassen und müssen, um wieder herauszukommen, gemeinsam spielerische Aufgaben lösen.

„Die Teilnehmer gehen dabei weitestgehend ohne spezielle Vorkenntnisse da rein und durchlaufen von der Auswahl der Bauteile über das Lasern bis zur Montage und Qualitätskontrolle alle Stationen einer Produktionslinie der Zukunft“, erklärt Amelie Metzmacher, die Koordinatorin des Projekts am WZL-Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement. Dabei erhalten die Teams Unterstützung etwa durch optische Hilfen, die anzeigen, welches Werkstück als nächstes gebraucht wird.

 Es sei gut möglich, dass es aufgrund des demografischen Wandels in Zukunft sehr viel mehr solcher unterstützter Arbeitsplätze geben werde, weil damit auch die Qualifikationsanforderungen an die Arbeitnehmer sinke und sie schneller in die Produktion eingebunden werden könnten, betont Metzmacher. Vorerst aber geht es beim „Escape Room“-Projekt vordergründig um den Spaß in der Gruppe. Und wenn die Teilnehmer alles richtig gemacht haben, sollten sie nach einer halben Stunde wieder an der frischen Luft sein – mit einem selbst hergestellten Schlüsselanhänger in der Hand.

Zukünftige Arbeitswelten werden im Escape Room spielerisch erlebbar

 Ab Januar kommenden Jahres steht die Tür zum „Escape Room“ dann für alle offen, die sich einmal an der Werkbank der Zukunft versuchen möchten. Im Idealfall sollten sich bereits Gruppen von drei bis fünf Personen zusammenfinden und anmelden. Geeignet sei das spielerische Erlebnis für fast alle Zielgruppen, so Metzmacher: Für Studierende, Berufsschüler oder auch als Team-Event für Mitarbeiter von Unternehmen aus der Region. Bereits jetzt gibt es erste Ideen, wie es weitergehen könnte. „Wir könnten uns auch vorstellen, dass beispielsweise eine Drohne Bauteile anliefert, oder dass wir etwas mit Virtual Reality machen“, sagt die Koordinatorin. Doch das steht, wie das mir der Zukunft so ist, noch in den Sternen.

Anmeldung per E-Mail an: a.metzmacher@wzl.rwth-aachen.de oder telefonisch unter: 0241/8026949. Mehr Informationen unter www.escroom.wzl.rwth-aachen.de.

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