Aachen: Funkel, Demai, Radu und Auer sind zu Gast

Aachen: Funkel, Demai, Radu und Auer sind zu Gast

Wer nach 15 Spieltagen als Tabellenvorletzter nur neun Zähler auf dem Konto hat, dazu vier wertvolle Punkte in Dresden, Bochum und jüngst in Frankfurt quasi in letzter Sekunde verschenkt, der hat eigentlich nichts mehr in der zweiten Fußball-Bundesliga verloren.

Eigentlich - wären da nicht noch ähnlich schwächelnde Teams wie Ingolstadt, FSV Frankfurt, Rostock oder auch der kommende Gegner aus Karlsruhe.

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt: Fünf Punkte hat Friedhelm Funkel bislang in den sieben Spielen als Alemannia-Trainer geholt. Bis zu der von den Aachener Nachrichten initiierten Diskussionsrunde „time 2 talk” am Montag, 5. Dezember, um 19 Uhr im Sportpark Kohlscheid sollten noch einige dazukommen, im besten Fall sechs.

Dann könnte der neue Aachener Chefcoach tatsächlich als Hoffnungsträger seine Premiere bei „time 2 talk” feiern. Egal, wie es kommt: Funkel stellt sich gerne den Fragen der Moderatoren Achim Kaiser und Bernd Büttgens. Dass die Aufgabe am Tivoli eine seiner schwersten ist, verhehlt der 57-Jährige nicht. Immerhin triff sein Team wieder ins gegnerische Tor. Auf zehn Treffer kommt die Alemannia unter Funkel bei 14 Gegentoren. Unter Ex-Trainer Peter Hyballa gelang den Schwarzgelben kein Sieg und nur ein Treffer,

Die entscheidende Frage wird natürlich sein, wie sich das Gesicht der Alemannia während der Winterpause verändern kann. Wird der Kader verkleinert, kommen neue Akteure dazu oder geht es in der gleichen Besetzung weiter?

Bevor aber Friedhelm Funkel Rede und Antwort steht, werden drei erfahrene Spieler mal erklären müssen, wie es zu einem derartigen Leistungsabfall kommen konnte. Dabei darf erstmals „Torjäger” Sergiu Radu auf der Talkbühne begrüßt werden. Mit seinen beiden Kopfballtoren gegen Duisburg und jüngst in Frankfurt machte der Rumäne auf sich aufmerksam. Mittlerweile hat er sich fast schon zu einer Art „Stammspieler” hochgearbeitet. Ob das in knapp zwei Wochen noch der Fall ist, wird sich zeigen.

Ebenfalls zwei Mal in den gegnerischen Kasten traf Aimen Demai, der unter Funkel sein Comeback feiern durfte. Wie dem Mittelfeldmann nach dem verschossenen Elfmeter in Bochum (90. Minute, dann Endstand 0:1 aus Aachener Sicht) zumute war, dürfte ebenfalls eine interessante Frage sein.

Aller guten Dinge sind drei, in dem Fall vielleicht auch zwei: Denn auch dritte Spieler, der am 5. Dezember bei der „Nachrichten”-Veranstaltung zu Gast ist, wird in der Torjägerliste mit zwei Treffern geführt: Mannschaftskapitän Benjamin Auer.

Der Offensivmann war ähnlich wie Demai unter Funkels Vorgänger Hyballa mehr oder weniger abgemeldet. Zwar kam Auer auf mehr Einsatzminuten als sein Kollege, für den erfolgreichen Torschützen der vergangenen Saison (20 Treffer) war es aber eine Rückstufung sondergleichen. Erst mit dem Trainerwechsel durfte der 29-Jährige wieder von Beginn an auflaufen und seine Torgefährlichkeit beweisen. „Wir können froh sein, dass die eine oder andere Mannschaften im Abstiegskampf auch nicht punktet und wir immer noch Anschluss ans rettende Ufer haben”, sagt der Stürmer.

Dass es für die Alemannia in dieser Saison nur noch um den Verbleib in der Liga gehen kann, unterstreichen Trainer und Spieler. Und so kommt dem Spiel am kommenden Samstag in Karlsruhe eine ganz besondere Bedeutung zu. Denn mit einem Sieg würde die Alemannia erstmals seit dem ersten Spieltag wieder auf einen Nichtabstiegsplatz klettern. Am 5. Dezember wissen alle mehr. Termin vormerken: „time 2 talk, 19 Uhr, Sportpark Kohlscheid, Kaiserstraße 91-96. Der Eintritt ist wie immer frei.