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„Keine echten Plünderungen“: Fünf Menschen wegen Diebstahls festgenommen

„Keine echten Plünderungen“ : Fünf Menschen wegen Diebstahls festgenommen

Bei dem Versuch, Gegenstände aus vom Hochwasser beschädigten Geschäften in Stolberg und Eschweiler zu bestehlen, sind am Donnerstag fünf Menschen vorläufig festgenommen worden.

In allen Fällen schrieben Beamte eine Anzeige wegen Diebstahls, sagte Polizeisprecher Andreas Müller am Freitag. Ein 32 Jahre alter Mann hatte demnach gegen 10.20 Uhr am Donnerstag auf der vom Hochwasser verwüsteten Stolberger Rathausstraße versucht, einen Gegenstand aus der Auslage eines Juweliergeschäftes zu stehlen. Als Zeugen ihn ansprachen, ließ er seine Beute wieder fallen. Die herbeigerufene Polizei konnte ihn erwischen.

In einem Supermarkt, ebenfalls auf der Rathausstraße, waren gegen 14 Uhr zwei Frauen im Alter von 28 und 24 Jahren und ein 35-jähriger Mann unterwegs, um Lebensmittel und Spielzeug zu stehlen. Auch sie wurden gestellt.

In Eschweiler wollte zuletzt gegen 23.35 Uhr ein Mann Beute in einer Apotheke machen. Der 30-Jährige wollte offenbar Medikamente stehlen, sagte Polizeisprecher Müller. Auch ihn erwartet nun ein Strafverfahren.

In allen Läden war der Eingangsbereich jeweils durch die Hochwasserlage beschädigt. Beamte nahmen die Personalien der Personen auf, die daraufhin wieder entlassen wurden. Die 28 Jahre alte Frau in Stolberg werde einem Haftrichter vorgeführt.

Auch wenn sich die ersten Nachrichten von den Diebstählen am Donnerstag wie Lauffeuer in sozialen Netzwerken verbreitet hatten: „Von dem, was man unter echten ,Plünderungen’ versteht, sind wir weit entfernt“, unterstrich Polizeisprecher Müller. Die Polizei sei mit einer Hundertschaft vor Ort, auch um das Eigentum der Anwohner vor Diebstählen zu schützen.

 Die Zerstörungen an der Stolberger Rathausstraße sind immens. Hier hat es einen Kleinwagen regelrecht in ein Schaufenster gespült.
Die Zerstörungen an der Stolberger Rathausstraße sind immens. Hier hat es einen Kleinwagen regelrecht in ein Schaufenster gespült. Foto: MHA/Marc Heckert
(dpa/red)