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Verhaftung am Hauptbahnhof: Fünf Handys, vier Identitäten, drei Fahndungstreffer

Verhaftung am Hauptbahnhof : Fünf Handys, vier Identitäten, drei Fahndungstreffer

Ein Reisender mit großem Gepäck zieht am Aachener Hauptbahnhof die Aufmerksamkeit von Bundespolizisten auf sich. Bei der Kontrolle ergreift er plötzlich die Flucht – kurz darauf ist klar, wieso.

Am späten Mittwochabend kontrollierten Beamte der Bundespolizei Aachen einen grenzüberschreitenden Zug aus Belgien. Unter den Reisenden: ein 34-Jähriger mit schwerem Gepäck. Den Beamten zeigte er eine italienische Identitätskarte, „die auf den ersten Blick Fälschungsmerkmale aufwies“, wie es im Polizeibericht heißt.

Während der Durchsuchung des mitgeführten Gepäcks habe der Mann plötzlich die Flucht ergriffen. Den Angaben nach lief er die Treppen hinab, ohne Fremdeinwirkung kam er dort zu Fall. Die Beamten legten ihm daraufhin Handfesseln an und nahmen ihn mit zur Dienststelle.

Dort konnte schließlich das Gepäck genauer unter die Lupe genommen werden, und der Grund für seine Flucht war schnell klar. Der 34-Jährige transportierte laut Polizei fünf hochwertige Smartphones, einen Laptop sowie eine wertvolle Armbanduhr.

Zwei der Smartphones wie auch der Laptop waren zur Fahndung – nach einem Diebstahl in Wuppertal – ausgeschrieben. Da der Mann für die übrigen Gegenstände keinen Eigentumsnachweis erbringen konnte, seien sie präventiv sichergestellt worden, so die Polizei.

Ein Fingerabdruckvergleich habe zudem ans Licht gebracht, dass der 34-Jährige sowohl von der Staatsanwaltschaft Wuppertal wegen unerlaubten Aufenthalts als auch von den Ländern Italien und Belgien mit dem Ziel der Einreiseverweigerung gesucht wurde.

Die Kriminalwache Aachen führe nun alle weiteren Maßnahmen durch.

(red/pol)