Merzenich: Friedliche Demonstration am Tagebau Hambach

Merzenich : Friedliche Demonstration am Tagebau Hambach

600 Menschen haben am Sonntag am Tagebau Hambach gegen den Braunkohleabbau und die weitere Rodung des Hambacher Forstes demonstriert. Wie die Polizei mitteilte, sei die vom Aachener Waldführer Michael Zobel und der Initiative Buirer für Buir organisierte Demonstration friedlich verlaufen.

Die Teilnehmer bildeten auf einem Wall am Rand des Tagebaus eine symbolische rote Linie. Die Demonstranten forderten, den Tagebau nicht weiter als bis zur alten Trasse der A4 zu treiben, um so die verbliebenen Reste des Hambacher Forsts erhalten zu können. Die sogenannte Rote-Linie-Demonstration war nach Oktober 2016 und August 2017 die dritte ihrer Art. Damals hatten 1000 beziehungsweise 3000 Menschen teilgenommen.

Die Bezirksregierung Arnsberg wird bis Ende März entscheiden, ob RWE den Tagebau Hambach weiter betreiben darf. Der Bund für Umwelt und Naturschutz kündigte am Sonntag an, im April gegen die Entscheidung der Bezirksregierung klagen zu wollen, sollte die Fortführung des Tagebaus genehmigt werden.

Unterdessen forderten Vertreter des Aktionsbündnisses „Ende Gelände“ gestern erneut einen dauerhaften Rodungsstopp im Hambacher Forst und kündigten für die nächste Saison ab Oktober „eine Aktion massenhaften zivilen Ungehorsams“ an. Solche Aktionen, die jeweils ein Großaufgebot an Polizei erforderten, hat es in den vergangenen beiden Jahren dort auch schon gegeben.

(red)
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