Frachter auf Rhein knickt beim Beladen in Andernach durch

Rumpf bricht beim Beladen mit Lava : Frachtschiff knickt im Hafen mittendurch

Beim Beladen eines Frachtschiffes auf dem Rhein kommt es zu einem ungewöhnlichen Vorfall: Der Rumpf knickt durch. Der Rhein ist mehrere Stunden für die Schifffahrt gesperrt.

Wegen einer ungewöhnlichen Havarie bei Andernach konnten auf dem Rhein am Dienstag mehrere Stunden lang keine Schiffe fahren. „Ein Gütermotorschiff ist im Stromhafen Andernach beim Beladen mit Lava in der Mitte durchgeknickt“, schilderte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei den Vorfall am Nachmittag. „Da läuft Wasser rein.“ Die Schifffahrt sei untersagt worden, um Sog und Wellenschlag bei dem Havaristen zu vermeiden, damit er nicht untergehe.

Das Gütermotorschiff wurde mittig unter Wasser gedrückt, so dass Bug und Heck nach oben zeigten. „Die Feuerwehr versucht, das Schiff über Wasser zu halten“, ergänzte der Sprecher. Das Schiff sei aber nicht in zwei Teile gebrochen. Der Kahn wurde entladen, das Wasser abgepumpt und das beschädigte Schiff in das Hafenbecken geschleppt. Dort soll es wieder instandgesetzt werden.

Wie es zu dem Unfall mit der Gesteinsladung kommen konnte, war zunächst unklar. „Die Ermittlungen dauern an“, sagte der Polizeibeamte. Andernach liegt rund 30 Kilometer südlich der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.

(dpa)
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