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Aachen: Fotowettbewerb „Blende“ geht in die nächste Runde

Aachen : Fotowettbewerb „Blende“ geht in die nächste Runde

Mit dem Fotowettbewerb „Blende 2018“ bieten wir Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern, auch in diesem Jahr die Chance, dass Ihre besten Aufnahmen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zeigen Sie uns Ihr fotografisches Können — nicht nur die Kamera ist entscheidend, sondern auch Ihr Auge für Motive.

Lassen Sie uns teilhaben an Ihrer fotografischen Interpretation der Wirklichkeit, zeigen Sie uns Ihr Können, Ihre Kreativität, Ihr Spiel mit Zeit und Blende!

Beispiele zu dem Thema „Lost Places“: ein alter Flügel erzählt von besseren, längst vergangenen Zeiten; und ein herrschaftliches Anwesen öffnet seine Pforte für den Betrachter. Foto: Florian Dumig

Die nachträgliche Bearbeitung der Fotos am Computer ist beim „Blende“-Wettbewerb nicht ausdrücklich untersagt. Sie sollten Photoshop dennoch nur mit Bedacht einsetzen: Bilder, bei denen der Bearbeiter in übertriebener Form an den Reglern dreht, fallen in aller Regel negativ auf und haben wenig Chancen bei unserer Jury. Wenn Sie mit Ihren Aufnahmen zu den Siegern unserer Zeitung gehören, erhalten Sie in der bundesweiten Endausscheidung des Wettbewerbs eine zusätzliche Chance: Unser Partner, die Prophoto GmbH, hat dort Sachpreise im Gesamtwert von mehr als 40.000 Euro ausgelobt. Mit Spannung erwarten wir bis zum 7. September Ihre Bilder zu den vorgegebenen Themen:

Die Vogelperspektive: Wer eine Drohne besitzt, kann mit spektakulären Landschaftsaufnahmen punkten. Das Thema lässt sich aber auch mit klassischen fotografischen Mitteln gut umsetzen. Foto: Rick Haas

Lost Places — verlassene Orte: Die Zeit anhalten zu können, das ist die Stärke der Fotografie. Wer sich unserer diesjährigen thematischen „Blende“-Vorgabe „Lost Places — Verlassene Orte“ stellt, der hält nicht nur die Zeit an, sondern entführt in die Vergangenheit. Dieser Blick erzählt kleine, aber auch ganz große Geschichten. Und genau diese wünschen wir uns als Wettbewerbsbeiträge zu „Blende 2018“. Nehmen Sie uns mit auf Ihre fotografische Entdeckungsreise, lassen Sie uns Ihr Entdeckungsfieber in Ihren Aufnahmen spüren — doch werden Sie bei aller Gier nach visuellen Impressionen nicht zum Gesetzesbrecher. Auch wenn sich um dem von Ihnen ausgewähltem Gebäude kein Zaun befindet, Türen und Fenster offen stehen, so bedeutet dies noch lange nicht, eintreten zu dürfen.

Die Froschperspektive bietet sich für originelle Architekturaufnahmen an. Foto: Andreas Kölbl

Auch wenn diese Orte verlassen sind, so haben sie Besitzer, die ihr Einverständnis geben müssen. Das kann, muss aber nicht, zeitraubend sein. Oftmals lohnt sich die Kontaktaufnahme mit der Gemeinde. Wir wünschen uns von Ihnen eindringliche Fotografien, möglichst jenseits des Alltäglichen. Doch bitte beachten Sie die vier ungeschriebenen Regeln, auf Ihren Streifzügen zu unserer diesjährigen thematischen Vorgabe „Lost Places — Verlassene Orte“. Gewaltsames Eindringen wird unter Urbexern (Erkunder von verlassenen Orten) nicht toleriert — wenn das Gebäude zu ist, dann bleibt es das auch für Lost Places Fotografen. Vandalismus, in welcher Form auch immer, ist nicht zu tolerieren. Müllentsorgung ist ebenso ein Tabu wie Graffitis zu hinterlassen. So wie Sie den verlassenen Ort vorgefunden haben ist er auch wieder zu verlassen. Leider halten sich nicht alle an diese Regeln, weshalb die Koordinaten der entdeckten Orte vielfach geheim bleiben.

Bitte bringen Sie sich für unser „Blende“-Thema nicht in Gefahr — Verlassene Orte sind oftmals nicht ohne. Die Gebäude können einsturzgefährdet sein, oftmals sind Gefahrenstoffe einschließlich Gasbildung keine Seltenheit wie nicht isolierte Stromleitungen und morsche Bretter. Bei Ihren fotografischen Eroberungen sollten Sie mit Bedacht vorgehen. Festes Schuhwerk ist Pflicht, ein Schutzhelm mit Leuchte und ein Erste-Hilfe-Kasten ratsam. Ist man alleine unterwegs, so sollte das Smartphone aufgeladen sein, damit bei einem Unfall mit der Außenwelt Kontakt aufgenommen werden kann.

Zusätzlich sollte man Vertrauenspersonen in sein Vorhaben einbeziehen die dann alles nötige veranlassen, wenn eine vereinbarte Rückmeldung ausbleibt. Ratsam ist, die verlassenen Orte nicht alleine aufzusuchen. Bei einem möglichen Unfall können die Begleitpersonen Hilfe holen.

Aus der Frosch- und Vogelperspektive: Frosch und Vogel müssen als tierische Namensgeber für die tiefsten und höchsten Standpunkte und somit für unser zweites „Blende“-Thema herhalten. Dann, wenn wir uns als Menschen wie Frösche fühlen müssen. Beispielsweise in den Wolkenkratzer-Schluchten einer Metropole. Architektur ist zwangsläufig ein Einsatzgebiet für die Froschperspektive, weil man nahe an hohen Gebäuden den Blick mit der Kamera nach oben richtet. Dabei entstehen sogenannte stürzende Linien, gegen die Shiftobjektive und entsprechende Funktionen in Bildbearbeitungsprogrammen entwickelt wurden. Auch immer mehr aktuelle Kameramodelle wissen diese stürzenden Linien zu verhindern. Aber bei unserem „Blende“-Thema heißt es Finger weg davon! Wir wollen ja gerade die Froschperspektive deutlich sehen. Gebäude bieten vor allem dann ihren Reiz, wenn sie hoch aufragen und klar strukturiert sind.

Bilder aus der Vogelperspektive entstehen immer von oben. Das kann von der Bergkuppe sein oder von der Aussichtsplattform am Grand Canyon — jeweils mit Blick auf farbig durchstrukturierte Gebirge. Und natürlich aus jeglichem Fluggerät — aber bitte legen Sie der Jury nicht den Anblick der Tragfläche des Urlaubsfliegers vor, den hat sie schon zu oft gesehen. Häufig bietet die Aussicht aus dem Fenster auf das Geschehen darunter die lohnendsten Motive: Wartende an einer Bushaltestelle, das Verkehrsgetümmel an einer Kreuzung.

Manche Dinge werden erst aus der starken Vogelperspektive sichtbar, so das Labyrinth im Maisfeld. Hier spielen Multicopter — auch als Fotodrohnen bezeichnet — ihre Stärke aus. Sie haben die in den vergangenen Jahren Luftbildfotografie revolutioniert. Man kann sie übrigens auch leihen. Wichtig ist, dass Sie sich an die gesetzlichen Vorschriften halten — gefährden Sie nicht andere und sich, es hat schon genug Unfälle gegeben.