Fotokunst-Installation zum Klimawandel am Hambacher Forst

Hambacher Forst : Fotokunst-Installation zum Klimawandel am Tagebau

Die Hamburger Fotografin Barbara Dombrowski hat am Freitag am Hambacher Forst eine Ausstellung eröffnet, bei der sie in einer Fotokunst-Installation Fotos von fünf indigenen Völkern zeigt.

Direkt am Hambacher Forst ist am Freitag eine Fotokunst-Installation zum Klimawandel eröffnet worden. Es handelt sich um Fotos von Völkern am Amazonas, in Grönland, in der Wüste Gobi, in Tansania bei den Massai und in der Inselrepublik Kiribati. „Ich habe dort Menschen porträtiert, und diese Menschen bringe ich sozusagen in einen Dialog“, erläuterte die Hamburger Fotografin Barbara Dombrowski (55) der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Menschen die ich fotografiert habe, sind meistens Animisten. Sie begreifen sich als Teil eines Kreises und nicht als Krone der Schöpfung.“ Deshalb würden die Bilder auch im Kreis aufgebaut. Sie stehen auf einem Stück Land, das dem BUND gehört. „Ich werde auch ein paar Bilder in den Wald hängen“, kündigte Dombrowski an.

Dombrowski arbeitet seit zehn Jahren zum Klimawandel. Der Hambacher Forst biete sich als Ausstellungsort an, sagte sie. „Der Tagebau ist ein ganz starkes Symbol - inzwischen kennt jeder den Hambacher Forst.“ Hier ergebe sich von selbst die Frage: Was hat der deutsche Tagebau mit den von Überflutung bedrohten Kiribati-Inseln im Pazifik zu tun? Die Fotos sind nicht völlig regenfest. „Das ist Teil der Geschichte, dass ich die Bilder den Naturgewalten aussetze“, erläuterte Dombrowski. Die Bilder sollen bis zum 22. September zu sehen sein.

(dpa)
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