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Stagnation überwunden: Forscher rechnen 2022 mit zwei Prozent Wirtschaftswachstum in NRW

Stagnation überwunden : Forscher rechnen 2022 mit zwei Prozent Wirtschaftswachstum in NRW

Trotz stark gestiegener Energiepreise und Lieferketten-Problemen rechnen Experten in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum in Nordrhein-Westfalen von 2,0 Prozent.

Damit dürfte die Wirtschaftsaktivität in NRW so stark steigen wie in Deutschland insgesamt, berichtete das RWI–Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung am Dienstag in seinem neuen Konjunkturbericht. Mitte Februar, noch vor dem russischen Angriff auf die Ukraine, hatte das RWI für NRW noch ein Wachstum von 3,6 Prozent prognostiziert. Für 2023 rechnen die Forscher jetzt mit einem Wachstum von 2,5 Prozent.

Die Belastungen aus dem Krieg in der Ukraine wie höhere Energiepreise und Handelsbeschränkungen mit Russland würden auf absehbare Zeit bestehen bleiben, hieß es. Auch die Probleme mit den internationalen Lieferketten würden länger dauern als zunächst erwartet. „Dennoch dürften die Auftriebskräfte in den kommenden Monaten stark genug sein, um die Phase der wirtschaftlichen Stagnation aus dem Winterhalbjahr zu überwinden“, so die Forscher.

Wegen der stark steigenden Preise verringere sich die Kaufkraft der privaten Haushalte. Es sei daher zu erwarten, dass größere Anschaffungen zurückgestellt würden. Sie würden erst wieder getätigt, wenn der Preisauftrieb nachlasse.

„Ein Wachstum um zwei Prozent ist in diesem schwierigen Umfeld eine gute Nachricht“, erklärte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart in Düsseldorf. Er betonte, dass sich der Arbeitsmarkt erfreulich entwickelt habe: „Seit 2017 sind mehr als eine halbe Million neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden.“

(dpa)