Mechernich/Würselen: Flugzeugabsturz: Sprang Pilot vor dem Aufschlag ab?

Mechernich/Würselen: Flugzeugabsturz: Sprang Pilot vor dem Aufschlag ab?

Nach dem Absturz eines einmotorigen Sportflugzeugs aus Aachen-Merzbrück in der Nähe von Mechernich-Bergheim am Mittwoch ist die Suche nach dem verschwundenen Piloten und möglichen weiteren Insassen am frühen Donnerstagmorgen wieder aufgenommen worden. Das Wrack war leer - womöglich war der Pilot vor dem Absturz abgesprungen.

Erste Suchmaßnahmen nach den Insassen waren noch bis zum späten Mittwochabend erfolglos geblieben. Seit 7 Uhr am Donnerstagmorgen läuft die Suche weiter. Unterstützt wird sie durch angeforderte Mitarbeiter umliegender Behörden. Insgesamt seien rund 60 Beamte im Einsatz, sagte ein Sprecher der Polizei.

Problematisch ist, dass sich ein Kasernengelände in dem Suchgebiet befindet. Um das Gebiet eingrenzen zu können, bittet die Polizei Zeugen, die die Maschine vor dem Absturz gesehen haben, um Hinweise. Diese werden an die Telefonnummer 02251/799-294 gerichtet.

Nachdem das Flugzeug am späten Mittwochnachmittag abgestürzt war, liefen Zeugen und weitere Ersthelfer zur Absturzstelle. Einer der Helfer brachte Feuerlöscher mit. Als das Wrack Feuer fing, konnten so die Flammen gleich gelöscht werden, teilte die Polizei mit. Doch als die Helferl die Insassen retten wollten, stellten sie fest, dass sich niemand im Flugzeug befand.

Bei der Maschine handelte es sich um eine viersitzige Maschine des Typs Piper PA28 Cadet der Flugschule Westflug Aachen auf dem Würselener Flugplatz Merzbrück. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der Pilot vor dem Absturz aus dem Flugzeug gesprungen ist. Es bleibt unklar, ob noch Passagiere in der Kabine saßen. Die Suchmaßnahmen wurden am Mittwochabend gegen 22\.30 Uhr erfolglos abgebrochen.

Woher die Maschine vor dem letzten Flug gestartet war, ist noch nicht klar.

(red/pol)
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