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Flüchtlingskrise: Armin Laschet fliegt nach Griechenland

Besuch in Flüchtlingslager : Armin Laschet fliegt nach Griechenland

NRW-Ministerpräsident Laschet beendet seinen Sommerurlaub – und fliegt gleich wieder in die Ferne: In Griechenland besucht er unter anderem Flüchtlingslager auf Lesbos. Bei der Auslandsreise schwingt auch die Frage mit, ob Laschet ein guter Kanzler wäre.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) startet am Sonntag zu einem mehrtägigen Griechenland-Besuch. Höhepunkt der Reise ist am Dienstag ein Besuch in Flüchtlingslagern auf der Insel Lesbos. Dort will sich Laschet mit Hilfsorganisationen austauschen und sich ein persönliches Bild von der Situation in Flüchtlingslagern machen. Zuvor sind am Montag Gespräche mit der griechischen Regierung in Athen geplant. Begleitet wird Laschet von Flüchtlings- und Integrationsminister Joachim Stamp (FDP).

Athen hat seit Jahresbeginn mehr als 14.000 Migranten von der Insel Lesbos aufs Festland gebracht. Das soll zur Entlastung des restlos überfüllten Flüchtlingslagers in Moria beitragen. Zurzeit harren rund 14.000 Migranten im berüchtigten Lager von Moria aus. Ende März hatten dort noch knapp 19.000 Migranten gelebt. Hilfsorganisationen sehen das Problem der Überfüllung des Lagers noch nicht gelöst.

Laschet will sich im Dezember um den CDU-Bundesvorsitz bewerben und gilt damit indirekt auch als möglicher Kanzlerkandidat. Seit Wochen gibt es eine Debatte um Laschets Kandidatur für den CDU-Vorsitz, weil seine Umfragewerte in der Corona-Krise immer schlechter wurden.

(dpa)