Maastricht: Feuerwehr kämpft mit Flammen: Großbrand in den Mergelgrotten

Maastricht: Feuerwehr kämpft mit Flammen: Großbrand in den Mergelgrotten

Ein Großfeuer sorgt in den Mergelgrotten am Rande von Maastricht für Ungemach: 800 Kubikmeter Stroh und Heu sind im Cannerberg — offenbar von Brandstiftern — angezündet worden und bilden seit Tagen enorme Rauchwolken, die den gesamten Grenzbereich zwischen Belgien (Kanne) und den Niederlanden (Maastricht) einnebeln. Ein Landwirt hatte das Heu dort gelagert.

Die Maastrichter Feuerwehrleitung und hinzugezogene Experten aus mehreren Ländern kamen nun zu dem Schluss, dass sie das Feuer nicht löschen, sondern nur kontrolliert ausbrennen lassen können. Ein herbeigeschaffter Spezialroboter der Werksfeuerwehr Leverkusen hat gezeigt, dass bisher nur ein kleiner Teil des Vorrats in Flammen aufgegangen ist. Die Verantwortlichen sind deshalb davon überzeugt, dass es noch Wochen dauern kann, bis das Feuer erloschen ist, so lange wird es qualmen.

Zwar wird versucht, die Rauchwolken durch einen Sprühnebel in Grenzen zu halten, aber der Qualm sucht immer wieder neue Auswege. Wie die Zeitung „De Limburger“ berichtet, plant die Feuerwehr, einen Schacht im Cannerberg zu öffnen, durch den der Rauch wegziehen kann. Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Der Schaden ist jetzt schon beträchtlich. Eine Bergöffnung befindet sich nämlich auf niederländischer Seite in der Nähe des Sterne-Restaurants Chateau Neercanne. Betreiber Peter Harkema berichtet gegenüber der Tageszeitung „De Volkskrant“ von Einbußen im sechsstelligen Bereich, etwa durch dicke Rußschichten im Weinkeller oder in der Küche. Zu befürchten sei, dass der gesamte wertvolle Weinvorrat ungenießbar geworden ist, weil die Korken luftdurchlässig seien.

(hau)