Aachen: Feuer in Eynattener Lagerhalle: Rauch zog bis nach Aachen

Aachen: Feuer in Eynattener Lagerhalle: Rauch zog bis nach Aachen

Zumindest in einer Beziehung hatte die Sache eine positive Seite: Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Feuerwehren in Belgien und Deutschland funktioniert. Anlass, dies im Ernstfall zu überprüfen, gab es in der Nacht zum Dienstag. In der Nacht brach in einer Lagerhalle des Konzerns NMC in Eynatten — wenige Kilometer von der Grenze bei Aachen entfernt — ein Feuer aus.

Die Flammen schlugen meterhoch, und das Feuer führte zu einer starken Rauchentwicklung.

Daher forderte die Polizei die Anwohner im näheren Umkreis unmittelbar nach Ausbruch des Brandes über Lautsprecher auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Durch erste Messungen der Luftwerte konnte eine Gefährdung der Bevölkerung durch giftige Stoffe jedoch ausgeschlossen werden. In Zusammenarbeit mit etwa 40 Aachener Einsatzkräften hatte die Eupener Feuerwehr den Brand gegen 5 Uhr unter Kontrolle gebracht, Verletzte gab es nicht. Die Nachlöscharbeiten dauerten aber bis weit in den Dienstag hinein. Die Lagerhalle wurde weitgehend zerstört, ein Übergreifen auf die Produktionshallen der Schaumstoff verarbeitenden Fabrik konnte aber verhindert werden.

Wie es zu dem Feuer in der rund 3600 Quadratmeter großen Halle kommen konnte, ist noch unklar. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Walheim und Sief kamen den Berufsfeuerwehrleuten zu Hilfe. Schließlich hatte die Lütticher Feuerwehr — nachdem die Kräfte aus Eupen, Kelmis und Lontzen schon im Einsatz waren —, die Aachener Kollegen und das THW um Unterstützung gebeten.

Aufgrund des Brandes kam es am Dienstag Morgen zu vermehrten Anrufen der Aachener Bevölkerung in der Leitstelle der Feuerwehr. Es wurde von zahlreichen Anrufern eine stärkere Geruchsbelästigung gemeldet. Beschwerden kamen aus den Bereichen bis zum Boxgraben und Vaalserquartier. Daher hatte die Berufsfeuerwehr Aachen entschieden, auch auf Aachener Stadtgebiet Messungen vorzunehmen.

Diese Messungen übernahmen insgesamt vier Fahrzeuge eines Spezialzuges sowie der Löschzüge Nord und Mitte der Freiwilligen Feuerwehr. Es wurde auf verschiedene Stoffe getestet, bislang konnten keine erhöhten Werte festgestellt werden. Eine Gefährdung der Bevölkerung konnte nach Auskunft von Einsatzleiter Max Nüßler aber ausgeschlossen werden.

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