Maastricht: Explosion in Heerlen: 26-Jähriger bleibt in Haft

Maastricht: Explosion in Heerlen: 26-Jähriger bleibt in Haft

Der 26-jährige Mann, der im Verdacht steht, eine schwere Gasexplosion vor drei Wochen in Heerlen ausgelöst zu haben, bleibt in Gewahrsam. Das Gericht in Maastricht verlängerte seine Untersuchungshaft jetzt um 90 Tage.

Die heftige Detonation war vermutlich durch den Diebstahl von Kupferleitungen in einem leer stehenden Gebäudekomplex verursacht worden und hatte drei Verletzte und bis zu zehn Millionen Euro Schaden gefordert.

Rund 40 Wohnungen sind immer noch nicht nutzbar, die Bewohner sollen in mehreren Stufen in ihre Unterkünfte zurückkehren, die letzten bis zum Juni, sicherte das Wohnungsunternehmen zu, dem die Häuser gehören. Auf die Spur des Verdächtigen war die Polizei gekommen, nachdem sie Kontakt zu Hehlern aufgenommen und die Bilder eines Geldautomaten in der Nähe des Explosionsortes ausgewertet hatte.

Bei dem 26-Jährigen handelt es sich um einen Kleinkriminellen, der bisher durch Diebstähle, Drogendelikte und Verstöße gegen das Waffengesetzt aufgefallen war. Er hat nach Berichten niederländischer Medien hohe Schulden (knapp 20.000 Euro), seine Sozialhilfe war kurz zuvor gestrichten worden. Der Mann hat den Diebstahl der Gasleitungen zugegeben.

(hau)