Ex-Taxifahrer muss wegen Missbrauchs in Haft

Ex-Taxifahrer muss wegen Missbrauchs in Haft

Köln. Wegen sexuellen Missbrauchs eines 21-jährigen weiblichen Fahrgasts muss ein 50-jähriger ehemaliger Taxifahrer für dreieinhalb Jahre in Haft.

Das Landgericht Köln sah es am Freitag als erwiesen an, dass der Angeklagte im Frühjahr die 21-jährige Frau, die stark alkoholisiert von einer Examensfeier kam, als Fahrgast aufnahm und sich in einer Seitenstraße an ihr verging.

Das Gericht blieb mit seinem Strafmaß unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine fünfjährige Haftstrafe gefordert hatte.

Die 21-Jährige hatte nach dem Vorfall völlig aufgelöst das Taxi verlassen und auf der Gegenfahrbahn einen Autofahrer angehalten, der die Frau zur nächsten Polizeistation fuhr.

Der Taxifahrer wurde am nächsten Tag festgenommen. Nach seinen Angaben waren die Zärtlichkeiten von der Frau ausgegangen. Auch habe er die 21-Jährige nicht vergewaltigt, sondern lediglich im Intimbereich „berührt”. Bei einer gynäkologischen Untersuchung des Opfers war DNA des Täters sichergestellt worden.

Die 21-Jährige könnte sich an so gut wie nichts mehr erinnern. Das Gericht ging in seinem Urteil deshalb von sexueller Nötigung aus, während die Staatsanwältin eine Vergewaltigung als erwiesen ansah.

Von einem Berufsverbot sahen die Richter ab. Der Taxifahrer hatte bereits während des Ermittlungsverfahrens freiwillig seine Lizenz zurückgegeben.