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Köln: Ex-Söldner nennt Morde „Exekutionen”

Köln : Ex-Söldner nennt Morde „Exekutionen”

Im Prozess um den Dreifachmord von Overath hat der angeklagte 45-jährige Ex-Söldner das Blutbad in der Anwaltskanzlei als „Exekutionen von Hochverrätern” bezeichnet.

Die Tat sei politisch motiviert gewesen. Die Morde seien Teil eines „Befreiungskampfes” zum Umsturz des politischen Systems in Deutschland gewesen, sagte der 45-Jährige am Montag vor dem Kölner Landgericht.

Der Mann ist zusammen mit einer 19-jährigen Verkäuferin aus Geilenkirchen des gemeinschaftlichen Mordes in drei Fällen angeklagt.

Die 19-jährige Angeklagte hatte gegenüber dem Mitangeklagten einen Treueschwur „bis in den Tod” unterschrieben. Das Papier wurde am Montag verlesen. Darin schwor die Frau dem Ex-Söldner mit Neonazi-Verbindungen, dass sie als „Volksdeutsche” der „Schutzstaffel” Treue, Tapferkeit und unbedingten Gehorsam bis in den Tod entgegenbringe.