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Aachen: Euregionales Projekt „EMR Connect“ startet mit EU-Fördermitteln

Aachen : Euregionales Projekt „EMR Connect“ startet mit EU-Fördermitteln

„Den grenzüberschreitenden Verkehr stärken“ — mit diesem Vorhaben startet der Aachener Verkehrsverbund (AVV) am Donnerstag offiziell in das Projekt „EMR connect“. Dafür stehen über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt 4,6 Millionen Euro zum Ausbau der Mobilität in der Dreiländerregion zur Verfügung.

Das Geld stammt aus Fördermitteln des Interreg-Programms der Europäischen Union. Neben dem AVV sind 13 weitere Partner aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden beteiligt: Stadt Aachen, ASEAG, RWTH, Provinz Limburg, Parkstad Limburg, Arriva Personenvervoer, Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, TEC, De Lijn, SNCB, Liège Europe Metropole, Universität de Liège und die Universität Hasselt.

Bereits seit Oktober laufen die Maßnahmen zur Vorbereitung des Projekts, heißt es in einer Mitteilung des AVV. Heute stellen die Beteiligten konkrete Maßnahmen für „EMR connect“ in Anwesenheit von Regierungspräsidentin Regierungspräsidentin Gisela Walsken in Aachen vor. Walsken ist auch Vorsitzende des 1976 gegründeten Verbandes Euregio Maas-Rhein.

Besonders beim öffentlichen Verkehr im grenzüberschreitenden Kontext bestünden ungeachtet bereits erreichter Verbesserungen nach wie vor vielfältige Barrieren, welche die Erreichbarkeit hemmen, heißt es vom AVV. Konkret will man in den Bereichen Tarifeinheit, Digitalisierung bei Kartenkauf und Information Fortschritte und Vereinfachungen erzielen.

Grenzverkehr mit dem Elektrobus

Daneben soll unter anderem der Umstieg zwischen den Verkehrsmitteln — auch mit einem neuen E-Bike-Angebot — attraktiver gemacht werden. Für den grenzüberschreitenden Busverkehr ist der verstärkte Einsatz von Elektrobussen. Im Süden der Niederlande werden diese bereits von der DB-Tochter Arriva bereitgestellt, die den dortigen ÖPNV verantwortet. Zudem streben die Beteiligten von „EMR connect“ eine „Vernetzung in der Bildungs- und Wissensregion“ an. Damit sollen etwa die Hochschulstandorte Aachen, Maastricht und Heerlen besser verbunden werden, wie Vertreter des Projektpartners Arriva bereits vor einigen Monaten ankündigten.

Durch die Umsetzung der zuvor skizzierten Maßnahmen werde der grenzüberschreitende öffentliche Verkehr im Dreiländereck nachhaltig und ganzheitlich gestärkt und hierdurch für die Bürger, Besucher und Unternehmen attraktiver, so der Wunsch der Partner. Barrieren äußern sich bislang auf vielfältigen Wegen. Während etwa in den Niederlanden das bargeldlose Bezahlen in Bussen und Bahnen bereits ein gutes Stück etabliert ist, hatte es bei der Einführung des E-Ticket im Netz der ASEAG in Aachen zuletzt Probleme gegeben.

(alba)