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Energiekrise: Es drohen Kurzarbeit und der dreifache Gaspreis

Energiekrise : Es drohen Kurzarbeit und der dreifache Gaspreis

Sollte Russland den Gashahn für Deutschland zudrehen, drohen laut dem Chef der Aachener Stadtwerke drastische Konsequenzen. Doch er zeigt auch auf, wie ein Zukunft ohne Gas aussehen könnte.

Sollte Gazprom seine Lieferungen nach Deutschland einstellen, rechnet die Aachener Stawag mit doppelt bis dreifach so hohen Gaspreisen für ihre Privatkunden. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte Stawag-Vorstand Christian Becker, dass die Stadtwerke in einem solchen Fall zunächst einmal neue und teurere Alternativen aufbauen müssten. Die Preise dafür müssten an die Kunden weitergereicht werden.

Doch nicht nur für Privatkunden hätte ein russischer Lieferstopp massive Konsequenzen: Laut einer aktuellen Studie droht 5,6 Millionen Menschen in Deutschland dann die Kurzarbeit, weil produzierende Unternehmen nicht wie gewohnt Aufträge abarbeiten könnten.

Becker mahnt, dass es in der Nachkriegsgeschichte noch nie eine Situation wie diese gegeben habe. Er fordert von der Politik klare Priorisierungen, wer im Falle einer Mangellage noch mit Gas beliefert werden solle und wer nicht.

Gleichzeitig glaubt Becker, dass der Ausbau alternativer Energieträger nun deutlich forciert wird. So könnte beispielsweise der Ausbau des Fernwärmenetzes schon innerhalb der nächsten zehn Jahre in Aachen eine echte Alternative zum Gas sein.

Das ganze Interview mit Christian Becker, der als Vorstand bei der Stawag zuständig für Erzeugung, Wärme und Finanzen ist, lesen Sie bei uns heute Mittag.