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Lage an den Flughäfen: Erneut viele Flugausfälle bei Eurowings in NRW

Lage an den Flughäfen : Erneut viele Flugausfälle bei Eurowings in NRW

Noch immer Personalprobleme: Eurowings musste auch am Mittwoch einige Flugverbindungen streichen. Zudem werden zu Beginn der Sommerferien lange Schlangen erwartet. Der Flughafen Düsseldorf will bald weiteres Personal einstellen.

Auch am Mittwoch hat die Fluggesellschaft Eurowings zahlreiche Flüge an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn abgesagt. Auf der Website des Düsseldorfer Airports stand hinter insgesamt 24 Verbindungen der Zusatz „annulliert“, darunter Flüge nach Berlin, Krakau und Manchester. Am Flughafen Köln/Bonn strich die Airline 20 An- und Abflüge, unter anderem Verbindungen nach Dublin und Rom.

Eurowings habe momentan mit Personalproblemen zu kämpfen, hieß es bereits gestern von Seiten der Fluggesellschaft. Allerdings sagte nicht nur die Lufthansa-Tochter am Mittwoch Flüge ab, auch je ein Flug der Lufthansa und der niederländischen Airline KLM wurden in Düsseldorf gestrichen. Reisende müssten in den kommenden Tagen mit weiteren Flugausfällen rechnen.

Insbesondere wenn am Freitag die Ferien starten, könnte es zu auch zu längeren Wartezeiten an den Schaltern in den Flughäfen kommen.

Darum hat die Bundespolizei bereits Verstärkung für die Sicherheitskontrollen am Düsseldorfer Flughafen angekündigt. Es sei ein zweiter Dienstleister gefunden worden, der zusätzlich drei Kontrollspuren übernehmen werde, sagte Bundespolizeisprecher Jens Flören am Mittwoch auf Anfrage. Zuvor hatte die „Neue Rhein/Ruhr-Zeitung“ (NRZ) darüber berichtet. Der zweite Dienstleister werde mit Ferienbeginn am Freitag seinen Dienst aufnehmen.

„Wir hoffen, dass dies zur Entzerrung der Situation beiträgt – besonders zu den Spitzenzeiten“, sagte Flören. Eine weitere Entlastung erhofft sich die Bundespolizei durch den Einsatz von Aushilfskräften zusätzlich zu den voll ausgebildeten Luftsicherheitsassistenten. Diese würden die Einweisung der Passagiere und die Rückführung der Gepäckwannen übernehmen.

Nach Angaben von Flören sind bereits 22 Aushilfskräfte im Einsatz, weitere 40 würden am Mittwoch ihre Prüfung bei der Bundespolizei ablegen und danach sofort eingesetzt, zusätzlich würden 60 gerade sicherheitsüberprüft.

Der Beginn der Sommerferien ist erfahrungsgemäß die verkehrsreichste Zeit am Flughafen. Wegen Personalmangels war es am Airport immer wieder zu langen Wartezeiten an den Kontrollstellen gekommen.

Bereits zum Jahresbeginn hatte die Bundespolizei die Sicherheitskontrollen neu ausgeschrieben. Es hatte sich jedoch kein Unternehmen beworben. Nun sei ein Unternehmen mit entsprechender Erfahrung an anderen Flughäfen von sich aus auf die Bundespolizei zugekommen.

Personal- und Flugausfälle und das Wappnen auf einen Touristenansturm beschäftigen die Lufthansa und die Bundespolizei also weiter. Ziel bleibt weiterhin, den Flugverkehr möglichst reibungslos fortlaufen zu lassen.

(dpa)