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Ermittlungen zum Blutbad in Langerwehe werden eingestellt

Zwei Frauen in Langerwehe getötet : Ermittlungen nach Doppelmord sollen eingestellt werden

Ein Mann ersticht in Langerwehe seine Ehefrau und die Nachbarin und tötet sich anschließend selbst. Daher wird es keine weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft geben. Der Fall gilt damit als aufgeklärt.

Nach dem gewaltsamen Tod zweier Menschen und dem anschließenden Suizid des mutmaßlichen Täters in einem Wohnhaus in Langerwehe im Kreis Düren will die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zeitnah einstellen. „Weitere Ermittlungen wird es nicht geben, weil keine Strafverfolgung stattfinden kann“, sagte die Aachener Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts am Montag.

Die Staatsanwaltschaft werde jetzt nur noch die Akten vervollständigen, kündigte sie an. Am Samstag waren in der Johannes-Hellwig-Straße in Langerwehe-Jüngersdorf gegen 10 Uhr drei blutüberströmte Leichen gefunden worden. Bei den Opfern handelte es sich um zwei Frauen, 60 und 45 Jahre alt, sowie einen 43-jährigen Mann.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die 45-jährige Ehefrau nach einem Streit mit ihrem Mann am Samstag zu ihrer 60-jährigen Nachbarin im Erdgeschoss des Hauses geflüchtet war. Der Ehemann habe sich gewaltsam Zutritt zu der Wohnung verschafft und beide Frauen erstochen. Anschließend habe er sich selbst getötet, hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt. Hintergrund sei vermutlich eine psychische Erkrankung des Mannes.

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(red)