Ermittlungen um symbolisches Grab im Hambacher Forst eingestellt

„R.I.P. Dirk“ : Ermittlungen um symbolisches Grab im Hambacher Forst eingestellt

Eine Grube mitten im Hambacher Forst, davor ein Kreuz mit der Inschrift „R.I.P. Dirk“: Durch dieses symbolische Grab fühlte sich der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach persönlich angegriffen.

Auch die Staatsanwaltschaft sah den Anfangsverdacht der Bedrohung - hat das Verfahren jetzt aber eingestellt. Die Aachener Polizei hatte das symbolische Grab nach Angaben eines Sprechers im Januar während eines Aufklärungseinsatzes entdeckt und fotografiert. Polizeipräsident Weinspach hatte danach gesagt: „Hier wird die Auseinandersetzung in einer Schärfe personalisiert, wie ich sie sonst nur im Rechtsextremismus erlebt habe.“ Seine Behörde leitete den Fall zur Prüfung an die Staatsanwaltschaft Aachen weiter.

„Die Ermittlungen bestätigten einen Anfangsverdacht der Bedrohung gegen den Polizeipräsidenten“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Jost Schützeberg, der Deutschen Presse-Agentur. Inzwischen sei das Verfahren (Az. 4 UJs 6/19) aber eingestellt worden, da kein Täter habe ermittelt werden können. Grab und Kreuz seien nach Erkenntnissen der Polizei inzwischen wieder verschwunden, sagte Schützeberg.

Aus Kreisen der Waldbesetzer hieß es, das Loch sei nicht als symbolisches Grab angelegt worden. Vielmehr habe man darin Sachen lagern wollen. Das Kreuz habe dann jemand „aus Spaß“ davor gestellt. Das Loch sei wieder zugeschüttet worden, nachdem es nicht mehr gebraucht worden sei.

(dpa)
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