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Notwehr: Ermittlungen nach tödlichen Schüssen aus Polizeiwaffe eingestellt

Notwehr : Ermittlungen nach tödlichen Schüssen aus Polizeiwaffe eingestellt

Ein Polizeibeamter aus Wuppertal hat vor drei Monaten einen Mann erschossen, der ihn laut Staatsanwalt angegriffen hat. Die Ermittlungen gegen den Polizeibeamten wurden nun eingestellt.

Drei Monate nach tödlichen Schüssen aus einer Maschinenpistole in Wuppertal sind die Ermittlungen gegen den Polizisten eingestellt worden. Es habe sich um eine Notwehrsituation gehandelt, teilte die Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Der inzwischen 26-jährige Beamte hatte auf einen 35-Jährigen gefeuert, der in Angriffshaltung mit einem Knüppel in der Hand auf ihn zugekommen war. Drei Kugeln trafen den Angreifer in die Brust.

Zuvor sei es den Polizisten nicht gelungen, den 35-Jährigen zu beruhigen, nachdem sie sich Zugang zu seiner Wohnung verschafft hatten. Er verschanzte sich in seinem Badezimmer, habe ein Messer nach den Beamten geworfen und Todesdrohungen gegen sie ausgesprochen. Dann sei er plötzlich herausgestürmt und auf einen der Polizisten losgegangen, so die Polizei.

Die Hinterbliebenen hätten gegen die Einstellung der Ermittlungen bereits Beschwerde erhoben, über die nun der Generalstaatsanwalt in Düsseldorf zu entscheiden habe. Der Tatablauf war von einer Bodycam eines Beamten aufgezeichnet worden.

(dpa)