Krankenkasse: Erkältungswelle trieb Krankenstand 2018 hoch

Krankenkasse : Erkältungswelle trieb Krankenstand 2018 hoch

Eine Erkältungswelle hat die Fehltage im Job bei Arbeitnehmern in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr in die Höhe getrieben.

Der Krankenstand stieg nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK bei ihren Versicherten im Jahr 2018 von 4,1 auf 4,3 Prozent. Das heißt, dass an jedem Kalendertag im Schnitt 4,3 Prozent der Erwerbstätigen in NRW krankgemeldet waren. Damit war die Quote in NRW etwas höher als im Bundesschnitt (4,2 Prozent), wie die DAK NRW am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte.

Die Zahl der Fehltage etwa wegen Bronchitis oder Nebenhöhlenentzündung stieg um mehr als neun Prozent. Schwere Atemwegserkrankungen waren damit landesweit die dritthäufigste Ausfallursache. „Eine solche Erkältungswelle gibt es immer wieder“, sagte Klaus Overdiek, Leiter der DAK-Landesvertretung NRW.

Im Januar dieses Jahres war nach Angaben eines DAK-Sprechers noch kein stärkerer Anstieg erkennbar. Allerdings habe die Erkältungs- und Grippewelle nach bisheriger Beobachtung verspätet im Februar eingesetzt.

Die meisten Fehltage entstanden 2018 durch Muskel-Skelett-Erkrankungen wie etwa Rückenschmerzen und durch psychische Erkrankungen. In beiden Bereichen ging der Anteil am Krankenstand aber leicht zurück. Platz vier nehmen Verletzungen ein, deren Anteil leicht stieg.

Die DAK versichert mehr als eine Million Menschen in NRW. Für die Analyse wurden die Daten von rund 440 000 erwerbstätigen Mitgliedern durch das IGES Institut ausgewertet.

(dpa)
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