Erdgas: Zeelink-Pipeline von Aachen bis Erkelenz genehmigt

Arbeiten beginnen am 1. April: Grünes Licht für Zeelink-Gasleitung von Aachen bis Erkelenz

Die Zeelink-Pipeline von Aachen bis Erkelenz ist genehmigt. Es hatte im Vorfeld Ärger um den Verlauf der Trasse gegeben. Die Erdgas-Fernleitung soll von Aachen bis Legden bei Ahaus führen.

Die Trasse verläuft quer durch unsere Region von Lichtenbusch bis Jüchen überwiegend parallel zur Autobahn 44 sowie zu bereits bestehenden Gas- und Stromleitungen. Kritiker bemängeln, dass etwa bei Aachen-Brand ein Waldstück gerodet werden muss, das Anwohnern als Lärmschutz dient.

Die Bezirksregierungen Köln und Düsseldorf haben die Planfeststellungsbeschlüsse für 165 der insgesamt 216 Leitungskilometer zugestellt, bestätigten die Gasnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) und Thyssengas am Donnerstag. Die Bezirksregierung Köln hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Erdgasfernleitung genehmigt ist.

Vorbereitungsarbeiten sollten schon in den kommenden Tagen beginnen, der eigentliche Baustart sei für den 1. April geplant. Die noch ausstehende Genehmigung der Bezirksregierung Münster werde in den kommenden Monaten erwartet.

Das rund 600 Millionen Euro teure Projekt umfasst außerdem den Bau von zwei Verdichterstationen. Die Gasrohre sollen unterirdisch verlegt werden und bei Wesel den Rhein unterqueren. In Legden wird die Leitung an ein vorhandenes Netz Richtung Nordsee angeschlossen. Die Inbetriebnahme der Leitung ist für März 2021 geplant.
Der Planfeststellungsbeschluss und weitere Unterlagen können vom 29. Januar bis 11. Februar in den Städten Aachen, Stolberg, Würselen, Eschweiler, Alsdorf, Baesweiler, Aldenhoven, Linnich, Hückelhoven, Erkelenz und Jüchen oder über die Internetseite der Bezirksregierung eingesehen werden.

(cs/dpa)
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