1. Region

Nach Aufenthalt in China: Entwarnung für Corona-Verdachtsfälle in Siegen

Nach Aufenthalt in China : Entwarnung für Corona-Verdachtsfälle in Siegen

Zweimal Entwarnung: Beide Patienten, die mit Verdacht auf das Coronavirus in Siegen isoliert waren, können die Klinik verlassen. Ein dritter Mann wartet in Lünen noch auf seine Diagnose.

Die beiden Patienten, die vorsorglich im Klinikum Siegen isoliert worden waren, haben sich nicht mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Kreisverwaltung Siegen am Freitag mit, die zuvor die Labor-Ergebnisse aus der Berliner Charité erhalten hatten. Die Männer könnten nun nach Hause zurückkehren. Beide waren kürzlich in China gewesen und hatten danach über Beschwerden der Atemwege geklagt. Ein Patient wartet derzeit noch in der Klinik Lünen auf seine Diagnose.

Der Mann aus Kamen hatte sich nach Angaben der Kreisverwaltung Unna mehrere Wochen lang beruflich in der Gegend von Wuhan aufgehalten und war am 10. Januar nach Deutschland zurückgekehrt. Der Patient - Jahrgang 1963 - war am Donnerstag auf die Isolierstation des Klinikums in Lünen gebracht worden. Die chinesische Metropole Wuhan ist besonders stark von der neuen Lungenkrankheit betroffen.

Dem Mann gehe es gut, er habe nur Erkältungssymptome und sei aus rein prophylaktischen Gründen isoliert worden, sagte der Geschäftsführer des St.-Marien-Hospitals, Axel Weinand, am Freitag auf dpa-Anfrage. Man werde in Lünen voraussichtlich am späten Freitagabend oder am Wochenende Gewissheit aus Berlin haben, kündigte Weinand an.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Donnerstagabend eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ erklärt. In Deutschland gibt es bisher fünf Personen, die nachweislich infiziert sind - allesamt in Bayern. Die Symptome - trockener Husten, Fieber und Atemnot - können mit Medikamenten abgemildert werden. Die Krankheit verläuft Experten zufolge offenbar in den meisten Fällen mild, zum Teil sogar ohne Symptome.

(dpa)