Aachen: Enttäuschung nach Einschnitten beim Eon-Bau

Aachen: Enttäuschung nach Einschnitten beim Eon-Bau

Endlich Klarheit nach einem „schleichenden Prozess” des Abschieds von einer großen Idee, von einem höchst spektakulären Baukonzept: „Es war zu spüren, dass da was kommt” - etwas Negatives. Dies betonte Rolf Sweekhorst, Sprecher des „Eon Energy Research Center” im Aachener Hochschulgebiet Melaten, auf Anfrage unserer Zeitung.

Mit Bedauern sei die Entscheidung der Projektbeteiligten aufgenommen worden, den Entwurf der Londoner Architektin Zada Hadid für das Eon-Forschungszentrum doch nicht zu realisieren.

Kostengründe

Zuvor hatte Toni Wimmer, Sprecher der RWTH Aachen, dargelegt, dass der Hadid-Entwurf aus Kostengründen nicht realisiert werden könne. Die meisten Mitarbeiter seien froh, dass „endlich eine Entscheidung getroffen” sei, wie es weitergehe, machte Sweekhorst deutlich. Und: Nun müsse „relativ schnell” das Forschungsgebäude nach der noch zu ändernden Architektur aus dem Boden gestampft werden.

Dass es dieses ursprünglich vorgesehene besondere Gebäude nicht geben werde, sei „nicht gut. Aber wir müssen mit den Fakten leben, dass das Geld dafür einfach fehlt”, verhehlte er dennoch nicht ein Stück Enttäuschung. Professor Rik De Doncker, Chef des Instituts, nahm die Hiobsbotschaft in der Schweiz entgegen, wo er sich gerade aufhält.

Es soll nun aber trotzdem sichergestellt werden, dass die vorgesehenen Forschungsschwerpunkte wie zum Beispiel Geothermie mit direktem Praxisbezug umgesetzt werden könnten.

In Kürze übernimmt das Eon-Institut die neu errichtete Versuchshalle neben dem Verwaltungstrakt. Dort haben inzwischen bereits rund 100 Mitarbeiter Einzug gehalten.