NRW-Umweltministerium: Entschädigung bei Wolfsattacken gilt auch für Pferde

NRW-Umweltministerium : Entschädigung bei Wolfsattacken gilt auch für Pferde

Wenn Wölfe Tiere reißen, entschädigt das Land Nordrhein-Westfalen die Halter nicht nur für getötete oder verletzte Schafe, Ziegen und andere Nutztiere, sondern auch für Pferde.

Das hat NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) in einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage aus der Grünen-Landtagsfraktion klargestellt.

Dies setze aber zwingend voraus, dass der Wolf eindeutig oder zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit als Verursacher festzustellen sei. Generell seien Pferde sehr wehrhaft und daher viel weniger gefährdet als Schafe oder Ziegen, stellte die Ministerin fest. Komme es dennoch zu einem sogenannten Pferderiss, werde der Wert des Tieres bei der Kreiszüchterzentrale in Wesel amtlich ermittelt. Dabei gehe die Landesregierung davon aus, dass Zucht- oder Turnierpferde mit sehr hohem Wert besonders geschützt würden, so dass eine Wolfsattacke hier äußerst unwahrscheinlich sei.

Wie aus einer weiteren Antwort der Ministerin auf eine AfD-Anfrage hervorgeht, sind in NRW seit 2017 über 53.000 Euro nach der „Förderrichtlinie Wolf“ ausgezahlt worden - weit überwiegend für präventive Herdenschutzmaßnahmen, aber auch für Entschädigungen. Insgesamt seien fast 200 Anträge eingegangen.

(dpa)
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