Jagd auf den Serval von Eitorf: Entlaufene Wildkatze in Falle getappt

Jagd auf den Serval von Eitorf : Entlaufene Wildkatze in Falle getappt

Eine im Rhein-Sieg-Kreis offenbar entlaufende Wildkatze ist gefangen worden. Der Serval war in Hennef in eine Lebendfalle gegangen. Beobachter hatten ihn ursprünglich für einen Luchs gehalten.

Das sagte der Vorsitzende des Vereins Suchhundezentrum Köln, Ralf Hölz, am Freitag. Ende Dezember hatten sich mehrere Bürger bei den Behörden gemeldet, die das Raubtier in der Gegend von Eitorf gesehen hatten und es wegen seiner Größe und seines gefleckten Fells zunächst für einen Luchs gehalten hatten.

Nach mehreren Sichtungen in Hennef in den vergangenen Tagen hätten Mitarbeiter des Suchhundezentrums dort eine Käfigfalle mit einem Fleischköder und einer Kamera aufgestellt, sagte Hölz. Am frühen Freitagmorgen gingen die erhofften Bilder per Smartphone-App ein: Der Serval war in die Falle getappt. „Als wir kamen, lag er ruhig da und machte einen gesunden Eindruck.“

Vereinsmitglieder brachten das Tier dann zu einer privaten Auffangstation und informierten die Behörden. Nach Angaben des Rhein-Sieg-Kreises wird nun geprüft, ob der Serval gechippt ist, um so die Daten auszulesen und den Besitzer ausfindig zu machen. Das Veterinäramt werde dann die Haltungsbedingungen überprüfen.

Ein frei lebender Serval im afrikanischen Grasland. Foto: Colourbox/Volodymyr Burdiak

Servale leben in Afrika. Sie können bis zu einem Meter lang werden und erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 60 Zentimetern. Männchen werden bist zu 18 Kilogramm schwer, Weibchen bis zu 10 Kilo. Sie jagen vorwiegend kleine Säugetiere, Vögel und Reptilien. In Gefangenschaft werden sie bis zu 20 Jahre alt.

(dpa)