Aachen/Ostfildern: Elf Conterganopfer ziehen vor Menschengerichtshof

Aachen/Ostfildern: Elf Conterganopfer ziehen vor Menschengerichtshof

Elf contergangeschädigte Schwerbehinderte werden in der kommenden Woche den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anrufen.

Das teilte der Sprecher der Gruppe, Christian Stürmer, auf Anfrage dieser Zeitung mit. Die Conterganopfer wollen damit eine Erhöhung ihrer monatlichen Renten erreichen, die im Moment bis zu 1116 Euro betragen. Dieser Betrag sei aber erheblich zu niedrig, um alle entstehenden Kosten decken zu können, sagte Stürmer.

Ansprüche gegenüber dem Stolberger Pharmaunternehmen Grünenthal können die Conterganopfer nicht mehr geltend machen. Das haben alle Instanzen der deutschen Gerichtsbarkeit inzwischen festgestellt.

Noch im März war eine Beschwerde der jetzt klagenden elf Contergangeschädigten vom Bundesverfassungsgericht nicht zugelassen worden. Die Ansprüche der klagenden Conterganopfer richtet sich daher nun gegen die Bundesrepublik Deutschland.

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