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Kölner Zoo: Elefantenkuh nach Kampf mit Bullen eingeschläfert

Kölner Zoo : Elefantenkuh nach Kampf mit Bullen eingeschläfert

Erst sterben rund 130 Tiere bei einem Brand, dann muss ein Elefant eingeschläfert werden: Gleich zwei Mal innerhalb einer Woche gibt es traurige Nachrichten aus dem Kölner Zoo.

Erneutes Drama im Kölner Zoo: Bei einem Kampf unter asiatischen Elefanten ist eine Elefantenkuh so schwer verletzt worden, dass sie eingeschläfert werden musste. Der 53-jährige Elefantenbulle „Bindu“ habe der Kuh „Maejaruad“ das rechte Hinterbein gebrochen, sagte Zoodirektor Theo Pagel am Freitag. Da der Bruch irreparabel sei, sei das 33 Jahre alte Tier eingeschläfert worden, „um ihm weiteres Leid zu ersparen“. Erst am Dienstagabend waren bei einem Brand im Regenwaldhaus des Zoos 132 Tiere getötet worden.

Bei den toten Tieren handelt es sich nach Angaben von Pagel um 28 Großfische, fünf Säugetiere – vier Flughunde und einen Kurzkopf-Gleitbeutler – sowie 99 Vögel, darunter Balistare, Weißkopfbülbüls und Blaukappenhäherlinge. Insgesamt lebten in dem Gebäude 617 Tiere aus Südostasien. Die Mehrzahl von ihnen habe gerettet werden können, unter anderem sämtliche Amphibien und Reptilien, verschiedene Säugetiere und seltene Vögel.

Das Feuer war den Ermittlungen zufolge in einer Zwischendecke ausgebrochen, in der Kabelschächte verlaufen. Unter der Freiflughalle, in der die Tiere leben, befindet sich eine Mehrzweckhalle, die für Veranstaltungen genutzt wurde. Von dort sei der Rauch durch ein Sichtfenster, das durch die Hitze geborsten sei, in die Freiflughalle gezogen. Die Schadenshöhe ist nach Zoo-Angaben weiter unklar.

Der Zoo habe alle Brandschutzauflagen erfüllt, betonte der Direktor. Im November habe es die letzte Sicherheitsbegehung mit der Feuerwehr gegeben. Das Regenwaldhaus bleibe wegen der notwendigen Aufräumarbeiten noch für unbestimmte Zeit für Zoo-Besucher geschlossen.

(dpa)